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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
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Glossar

Abfälle
Abfälle sind alle beweglichen Sachen, die unter die in Anhang I des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW/AbfG) aufgeführten Gruppen fallen und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Abfälle zur Verwertung sind Abfälle, die verwertet werden; Abfälle, die nicht verwertet werden, sind Abfälle zur Beseitigung (§ 3 Absatz 1 KrW/AbfG). Besondere Anforderungen ergeben sich bei der Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Zu ihnen zählen zum Beispiel gesundheitsgefährdende, umweltgefährdende, explosionsfähige oder brennbare Stoffe sowie Stoffe, die Krankheitserreger übertragen können.
Abwasser
Abwasser ist das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen abfließende oder gesammelte Wasser (Niederschlagswasser).
Aerosol
Aerosol ist ein Stoffgemisch, das aus einem gasförmigen Dispersionsmittel und flüssigen oder festen (kolloiden) Bestandteilen besteht. Die dispersen Bestandteile bezeichnet man als Schwebstoffe. Sind sie flüssig spricht man von Nebel; sind sie fest, so liegen Staub oder Rauch vor.
akut
augenblicklich, plötzlich auftretend
Altstoffe
siehe "Phase-in-Stoffe"
Änderung einer überwachungsbedürftigen Anlage
Nach § 2 Abs. 5 BetrSichV ist darunter jede Maßnahme zu verstehen, bei der die Sicherheit der Anlage beeinflusst wird. Als Änderung gilt auch jede Instandsetzung, welche die Sicherheit der Anlage beeinflusst. Die Änderung einer überwachungsbedürftigen Anlage im Sinne des § 2 Abs. 5 BetrSichV kann die Sicherheit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen und löst eine Prüfpflicht aus. Nach welchen Maßnahmen eine Prüfung vor der Wiederinbetriebnahme nach § 14 Abs. 2 BetrSichV erforderlich ist, hängt davon ab, ob die Sicherheit der jeweiligen überwachungsbedürftigen Anlage beeinflusst wird.
Anerkannte Berufskrankheit
Als anerkannte Berufskrankheit gilt eine Krankheit, wenn sich der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit im Feststellungsverfahren bestätigt hat, das heißt eine Krankheit gemäß § 9 Absatz 1 Sozialgesetzbuch (SGB) VII vorliegt beziehungsweise eine Krankheit, die gemäß § 9 Absatz 2 SGB VII wie eine Berufskrankheit zu entschädigen ist.
Anforderungsvielfalt
Anforderungsvielfalt ist ein Prinzip für eine förderliche Arbeitsgestaltung nach der unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten vom Beschäftigten eingesetzt werden, um einseitige Beanspruchung zu vermeiden.
Angemessenheit der Information
Die Angemessenheit der Information beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Fehlende sowohl wie überflüssige Informationen tragen zur psychischen Belastung bei, weil der Operator Entscheidungen auf der Basis nicht ausreichender Informationen treffen oder die relevanten Informationen aus der gesamten bereitgestellten Information herausfiltern muss."
Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit
Ärzte und Zahnärzte haben nach § 202 Satz 1 SGB VII bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit die Anzeige zu erstatten. Für Unternehmer besteht nach § 193 Abs. 2 SGB VII Anzeigepflicht bei Anhaltspunkten für das Vorliegen einer Berufskrankheit. Es können jedoch auch Versicherte, Krankenkassen oder andere Stellen den Verdacht anzeigen.
Arbeitgeber
Arbeitgeber sind natürliche und juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften, die Beschäftigte nach § 2 Abs. 2 ArbSchG beschäftigen. Dem Arbeitgeber stehen der Unternehmer ohne Beschäftigte sowie der Auftraggeber und Zwischenmeister im Sinne des Heimarbeitsgesetzes gleich (§ 2 Abs. 3 ArbSchG; § 3 Abs. 4 GefStoffV).
Arbeitnehmer
Als Arbeitnehmer zählt, wer als Arbeiter, Angestellter, Beamter, Richter, Berufssoldat, Soldat auf Zeit, Wehr- und Zivildienstleistender, Auszubildender, Praktikant oder Volontär in einem Arbeits- und Dienstverhältnis steht und hauptsächlich diese Tätigkeit ausübt. Eingeschlossen sind auch Heimarbeiter.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind alle organisatorischen, technischen und witterungsbedingten Einflüsse, einschließlich ihrer physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren, die bei Tätigkeiten auf die Beschäftigten einwirken. Sie lassen sich nach Arbeitsaufgabe, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation und Arbeitsplatz systematisieren. Aus diesen Arbeitsbedingungen ergeben sich Einflüsse, welche psychisch auf den Menschen einwirken. Vorteile und Chancen optimaler Arbeitsanforderungen und Arbeitsbedingungen für Beschäftigte und das Unternehmen sind reduzierte Ausfallzeiten, Fehlzeiten sowie Entschädigungsleistungen und damit eingesparte Kosten, erhöhte Produktivität und verbesserte Qualität von Produkten und Dienstleistungen, Reduzierung von Fehlern, Unregelmäßigkeiten und Störungen in betrieblichen Abläufen, gesündere, zufriedenere und leistungsbereitere Beschäftigte, verbesserte Kommunikation und gutes Betriebsklima, gutes Firmenimage, Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen sowie Erfüllung der gesetzlichen Pflichten.
Arbeitsgestaltung, im Hinblick auf psychische Belastung
Psychische Belastung verursacht sowohl erwünschte Beanspruchung als auch Fehlbeanspruchung. Deshalb gilt es, das in "psychischer Belastung" steckende Potenzial zu nutzen, um persönlichkeitsförderliche Beanspruchung zu bewirken und die sich aus den Arbeitsbedingungen ergebende psychische Belastung so zu gestalten, dass Fehlbeanspruchung verringert oder vermieden wird.
Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung
Die arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung nach § 14 Abs. 3 GefStoffV ist Bestandteil der Unterweisung der Beschäftigten. Sie enthält Hinweise auf besondere Gesundheitsgefahren bei Tätigkeiten mit bestimmten Gefahrstoffen und auf Angebotsuntersuchungen nach § 16 Abs. 3 GefStoffV. Falls aus arbeitsmedizinischen Gründen erforderlich findet die Beratung unter Beteiligung des Betriebsarztes statt. Die Beteiligung des Betriebsarztes an der arbeitsmedizinisch-toxikologischen Beratung entscheidet der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung.
Arbeitsmedizinische Vorsorge
Arbeitsmedizinische Vorsorge ist Teil der arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen im Betrieb. Sie umfasst die Beurteilung der individuellen Wechselwirkungen von Arbeit und Gesundheit, die individuelle arbeitsmedizinische Aufklärung und Beratung der Beschäftigten, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie die Nutzung von Erkenntnissen aus diesen Untersuchungen für die Gefährdungsbeurteilung und für sonstige Maßnahmen des Arbeitsschutzes (§ 2 ArbMedVV).
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen sowie der Feststellung, ob bei Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung besteht (§ 2 ArbMedVV). Eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung kann sich auf ein Beratungsgespräch beschränken, wenn zur Beratung körperliche oder klinische Untersuchungen nicht erforderlich sind. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen umfassen Pflichtuntersuchungen, Angebotsuntersuchungen und Wunschuntersuchungen .
Arbeitsmittel
Werkzeuge, einschließlich Hardware und Software, Maschinen, Fahrzeuge, Geräte, Möbel, Einrichtungen und andere im Arbeitsschutz benutzte (System-)Komponenten sowie Anlagen. Anlagen im Sinne von Satz 1 setzen sich aus mehreren Funktionseinheiten zusammen, die zueinander in Wechselwirkung stehen und deren sicherer Betrieb wesentlich von diesen Wechselwirkungen bestimmt wird; hierzu gehören insbesondere überwachungsbedürftige Anlagen im Sinne des § 2 Absatz 7 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (§ 2 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)). Beispiele: Die ungünstige Anordnung von Arbeitsmitteln (zum Beispiel Vorrichtungen, Teilebehälter, Monitor, Beleghalter, Telefon) erfordert eine erhöhte Konzentration. Arbeitsmittel sollten entsprechend der Reihenfolge der Bearbeitung von Arbeitsaufgaben angeordnet sein. Psychische Einflüsse entstehen zum Beispiel aus Computersystemabstürzen ohne ersichtlichen Grund oder Fehlerrisiko durch ungünstige Anzeigengestaltung.
Arbeitsorganisation
Abfolge und Wechselwirkung von Arbeitssystemen zur Erreichung eines bestimmten Arbeitsergebnisses. Beispiel: Einflüsse können resultieren aus ungünstiger Pausengestaltung, unterschiedlichem Arbeitsanfall wie Stoßzeiten und ruhigen Zeiten, mangelnden Informationen und andere.
Arbeitsplatz
Arbeitsplatz ist der Bereich, in dem sich der Beschäftigte zur Ausübung seiner ihm vom Arbeitgeber übertragenen Tätigkeiten aufhält. Dies können je nach Art der Aufgabe ein fester Ort (z.B. Werkstatt, Büro) oder wechselnde Orte von unterschiedlicher Aufenthaltsdauer (z.B. Baustelle, Grünanlagen) sein.
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW)
Der Arbeitsplatzgrenzwert ist der Grenzwert für die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz in Bezug auf einen gegebenen Referenzzeitraum. Er gibt an bei welcher Konzentration eines Stoffes akute oder chronische schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit im Allgemeinen nicht zu erwarten sind. (§ 3 Abs. 6 GefStoffV).
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Mit dem Arbeitsschutzgesetz vom 07.08.1996 wurde der aus dem EG-Recht resultierende, umfassende Arbeitsschutzansatz auf der Basis des Gesundheitsverständnisses der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in deutsches Recht umgesetzt.
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
Beziehungsweise Verordnung über Arbeitsstätten. Am 25.08.2004 trat die neue Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Kraft, welche die europäische Richtlinie 89/654/EWG des Rates über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten vom 30.11.1989 vollständig umsetzt. Die ArbStättV legt die grundlegenden Pflichten der Arbeitgeber für die Sicherheit und Gesundheit in Arbeitsstätten fest und beschreibt die zu erreichenden Schutzziele.
Arbeitsstoff
Arbeitsstoffe sind alle Stoffe einschließlich chemischer und biologischer Arbeitsstoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die bei der Arbeit verwendet, hergestellt oder bearbeitet werden oder entstehen. Hierzu gehören alle Stoffe und Zubereitungen (zum Beispiel Materialien, Werkstoffe und Werkstücke), die von und mit Arbeitsmitteln bearbeitet werden, die zur Benutzung von Arbeitsmitteln erforderlich sind oder bei der Bereitstellung/Benutzung von Arbeitsmitteln entstehen können. Zu den Arbeitsstoffen zählen alle Einsatzstoffe, Hilfsstoffe, Zwischenprodukte, Endprodukte, Reaktionsprodukte, Abfälle, unabsichtlich entstehende Stoffe, Verunreinigungen und Gegenstände, die bearbeitet werden. Siehe auch Definition: biologischer Arbeitsstoff, chemischer Arbeitsstoff
Arbeitsumgebung
Arbeitsumgebung beinhaltet die physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren, die Arbeitsmittel und Beschäftigte bei der Benutzung umgeben. Unter physikalischen Faktoren sind zum Beispiel Hindernisse, räumliche Enge, mechanische Schwingungen, Klima, Licht, ionisierende Strahlung, Magnetfelder, Mikrowellen; unter chemischen Faktoren sind zum Beispiel Luftverunreinigungen, explosionsfähige Atmosphäre und unter biologischen Faktoren sind zum Beispiel bakterielle Kontaminierung zu verstehen. Der Begriff der Arbeitsumgebung ist im Sinne der BetrSichV auf physikalische, chemische und biologische Faktoren beschränkt. Insoweit ist die Arbeitsumgebung ein Teil der Arbeitsbedingungen, unter denen ein Arbeitsmittel verwendet wird.
Arbeitsunfall
Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, den eine versicherte Person infolge der Ausübung einer versicherten Tätigkeit innerhalb und außerhalb der Arbeitsstätte erleidet (vgl. § 8 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - SGB VII).
Arbeitsunterbrechungen und Erholungspausen
Mit Arbeitsunterbrechungen und Erholungspausen kann der Ermüdung entgegen gewirkt werden. Sie können nach DIN EN ISO 10075-2:2000 eine Erholung von Ermüdung schaffen. Empfehlung zur Gestaltung: Es ist "günstiger, Pausen einzuführen, um von Anfang an der Entwicklung von Ermüdung vorzubeugen. Aufgrund der exponentiellen Beziehung zwischen der Dauer der ununterbrochenen Arbeit und der Ermüdung sowie des exponentiellen Erholungsverlaufes sind kurze Pausen nach kurzen Arbeitsabschnitten längeren Pausen nach längeren Arbeitsabschnitten vorzuziehen. Zum Beispiel sind sechs kurze Arbeitsunterbrechungen von jeweils 5 Minuten nach jeweils 55 Minuten Arbeit gegenüber einer Pause von 30 Minuten nach 6 Stunden Arbeit zu bevorzugen. Arbeits-Pausen-Regelungen für Nachtarbeit sollten kürzere Arbeitsperioden vorsehen als für Tagarbeit."
Arbeitszeit
Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes "ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen" (§ 2 ArbZG).
Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
Auf die Reduzierung von psychischer Fehlbelastung wirkt das Arbeitszeitgesetz mit Regelungen zur werktäglichen Arbeitszeit, zu Ruhezeiten, zur Nacht- und Schichtarbeit hin. Die aktuelle Fassung ist am 01.01.2004 in Kraft getreten.
Aspekte der physikalischen, chemischen und biologischen Arbeitsumgebung
Aspekte der physikalischen, chemischen und biologischen Arbeitsumgebung beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Die angemessene Gestaltung der Umgebungsbedingungen kann die Intensität der psychischen Belastung dadurch reduzieren, dass optimale Bedingungen zur Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen (zum Beispiel geeignete Beleuchtungsverhältnisse, Lärmschutz) geschaffen werden." Empfehlung zur Gestaltung: Optimale Bedingungen zur Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen schaffen. Dafür sorgen zum Beispiel Beleuchtungsverhältnisse, Lärmschutz, Farbgebung, Klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung) und Luftqualität.
Aufgabenbereicherung
Mehrere, strukturell verschiedene, vor-, nach- und nebengelagerte Teilaufgaben werden zu einer neuen Arbeitsaufgabe zusammengefasst. Dadurch wird auch der Handlungsspielraum des Beschäftigten vergrößert. Um Monotonie entgegen zu wirken sollten Elemente einbezogen werden, die zum Bespiel das Denkvermögen beanspruchen (siehe Job Enrichment).
Aufgabenerweiterung
Empfehlung zur Gestaltung: Mehrere strukturell gleichartige, miteinander in Beziehung stehenden Teilaufgaben werden zu einer größeren Arbeitsaufgabe zusammengefasst. Dadurch wird der Tätigkeitsspielraum des Beschäftigten vergrößert (siehe Job Enlargement).
Aufgabenklarheit
Menschen können nur dann kreativ und produktiv arbeiten, das heißt ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten optimal nutzen, wenn sie Klarheit über ihre Aufgaben und Rollen haben. Beispiel: So sollte es eindeutige Antworten auf Fragen geben wie: Was ist mein "Job"?, Wie hängt er mit anderen Tätigkeiten zusammen? (Rolle), Was genau soll ich machen und wie? (Welche Erwartungen?), Was darf ich machen? (Befugnisse), Liegt das in meiner Verantwortung?, Wo brauche ich erst ein okay und von wem? (Grenzen)
Aufgabenwechsel mit unterschiedlichen Aufgabenanforderungen oder Arten psychischer Belastung
Aufgabenwechsel mit unterschiedlichen Aufgabenanforderungen oder Arten psychischer Belastung kann nach DIN EN ISO 10075-2:2000 der Ermüdung entgegen wirken: "zum Beispiel Wechsel von Überwachungs- zu Steuerungstätigkeiten oder von der Ausführung logischer Analysen zu Routinetätigkeiten, können vergleichbare Effekte haben wie Arbeitsunterbrechungen oder Erholungspausen. Solche Wechsel in den Aufgabenaktivitäten sollten daher vorgesehen werden, um Ermüdung zu verhindern."
Aufgabenzuweisung, dynamische
Empfehlung zur Gestaltung: Der Beschäftigte sollte Aufgaben in Abhängigkeit von seinem gegenwärtigen Stand entweder dem technischen System zuweisen oder selbst übernehmen können. Beispiel: Überprüfung auf Rechtschreibfehler durch PC-Hilfe oder durch Bearbeiter. Beinhaltet der Text zum Beispiel sehr viele Fremdwörter, so wird der Bearbeiter auf das Einschalten der Korrekturhilfe verzichten.
Aufstellbedingungen
Eine überwachungsbedürftige Anlage darf erstmalig und nach einer wesentlichen Veränderung nur in Betrieb genommen werden, wenn die Anlage unter Berücksichtigung der vorgesehenen Betriebsweise durch eine zugelassene Überwachungsstelle oder gegebenenfalls eine befähigte Person auf ihren ordnungsgemäßen Zustand hinsichtlich der Montage, der Installation, den Aufstellbedingungen und der sicheren Funktion geprüft worden ist. Zu den Aufstellbedingungen gehören zum Beispiel sicherheitstechnisch erforderliche Abstände, Aufstellflächen oder -räume und Betriebsräume.
Aufwärmung
Aufwärmung ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "eine häufige Folge psychischer Beanspruchung" mit anregendem Effekt, "die bald nach Beginn einer Tätigkeit dazu führt, dass diese Tätigkeit mit weniger Anstrengung als anfangs ausgeführt wird". Beispiel: Dem Beschäftigten sollte zum Beispiel Gelegenheit gegeben werden, sich an der neuen Maschine einzuarbeiten. Fühlt er sich beim Umgang mit dieser Maschine sicher, so hat er sich aufgewärmt und er führt die Tätigkeit mit weniger Anstrengung aus.
Ausgebranntsein
siehe Burnout
Ausgesetzt sein
Im Sinne der GefStoffV sind Beschäftigte aufgrund von Tätigkeiten einem Gefahrstoff ausgesetzt, wenn eine über die Luftverunreinigung der Umgebungsluft ("Hintergrundbelastung") hinausgehende inhalative Belastung oder wenn ein Hautkontakt gegenüber hautgefährdenden, hautresorptiven oder hautsensibilisierenden Gefahrstoffen besteht. Der Arbeitgeber hat zu ermitteln, ob im Arbeitsbereich der Beschäftigten Stoffe freigesetzt werden, die auf Tätigkeiten mit Gefahrstoffen zurückzuführen sind. Entsprechendes gilt für Tätigkeiten im Gefahrenbereich.
Außergewöhnliche Ereignisse
Der Arbeitgeber hat Arbeitsmittel gemäß § 10 Abs. 2 Satz 2 BetrSichV einer außerordentlichen Überprüfung durch hierzu befähigte Personen unverzüglich zu unterziehen, wenn außergewöhnliche Ereignisse stattgefunden haben, die schädigende Auswirkungen auf die Sicherheit des Arbeitsmittels haben können. Außergewöhnliche Ereignisse können insbesondere Unfälle, Veränderungen an den Arbeitsmitteln, längere Zeiträume der Nichtbenutzung der Arbeitsmittel oder Naturereignisse sein.
Beanspruchung, erwünschte psychische
Auswirkungen der erwünschten Beanspruchung sind: kurzfristig: Aufwärmung und Aktivierung, langfristig: Übungseffekt, Weiterentwicklung körperlicher und geistiger Fähigkeiten, Wohlbefinden sowie Gesunderhaltung.
Bedienungsstrategien
beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung. Empfehlung zur Gestaltung: "In Systemen, wo multiple Abfragen beantwortet werden müssen, soll eine klare Strategie zur Beantwortung vorgesehen werden (zum Bespiel first-in-first-out im Gegensatz zu einer hierarchischen Strategie). First-in-First-out Strategien sind verhältnismäßig einfach. Hierarchische Bedienungsstrategien sind komplexer. Wenn bedingte Strategien angewendet werden, sollten die Bedingungen zur Befolgung dieser Strategien immer klar verständlich sein."
Beförderung
Der Begriff Beförderung nach § 2 Abs. 2 GGBefG umfasst den Vorgang der Ortsveränderung einschließlich der Übernahme und der Ablieferung des Gutes. Zur Beförderung gehören auch zeitweilige Aufenthalte im Verlauf der Beförderung, Vorbereitungs- und Abschlusshandlungen (Verpacken und Auspacken der Güter, Be- und Entladen). Dazu gehören auch Beförderungsvorgänge innerhalb des Betriebs, die zum Be- und Entladen des Beförderungsmittels notwendig sind sowie die Beförderung in Rohrleitungen.
Belastungs-Beanspruchungs-Modell
Das Das Belastungs-Beanspruchungsmodell ist die Grundlage für die Erklärung des Zusammenhangs zwischen psychischer Belastung und Beanspruchung in der Arbeit (nach DIN EN ISO 10075-1:2000). Es geht von der Vorstellung aus, dass jeder Arbeitsplatz durch äußere Bedingungen gekennzeichnet ist, denen die dort tätigen Personen in gleicher Weise ausgesetzt sind (Belastung). Auf diese reagieren die Betroffenen in Abhängigkeit von ihren individuellen Eigenschaften, Fähigkeiten und den jeweils gewählten Vorgehensweisen bei der Aufgabenbearbeitung verschiedenartig (Beanspruchung).
Berufskrankheit (BK)
Berufskrankheiten sind Krankheiten, die die Bundesregierung auf der Grundlage von § 9 Abs. 1 SGB VII durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates als Berufskrankheiten (BK) bezeichnet und die Versicherte infolge der Ausübung einer versicherten Tätigkeit erleiden (vgl. Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) vom 31. Oktober 1997 in der Fassung der Verordnung zur Änderung der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV-ÄndV) vom 5. September 2002 - im nachfolgenden Text BK-Liste genannt). Darüber hinaus ermöglicht § 9 Abs. 2 SGB VII im Einzelfall die Anerkennung und Entschädigung einer nicht in der BK-Liste aufgeführten Krankheit wie eine Berufskrankheit, soweit aufgrund neuer Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft die Voraussetzungen für die Bezeichnung als Berufskrankheit vorliegen.
Beschäftigte, Verantwortung für den Arbeitsschutz
Die Beschäftigten sind verpflichtet, alle Vorschriften, betrieblichen Festlegungen und Anweisungen des Arbeitsschutzes zu befolgen. Sie tragen nach § 15 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) entsprechend ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers Verantwortung für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie haben den Arbeitgeber weiterhin gemäß § 16 Absatz 1 ArbSchG zu unterstützen und ihm "oder dem zuständigen Vorgesetzten, jede festgestellte unmittelbare erhebliche Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit" sowie Mängel an den Schutzsystemen unverzüglich zu melden. Zudem sollten die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt oder der Sicherheitsbeauftragte informiert werden. Eine kontinuierliche Beteiligung der Beschäftigten bei der Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen sowie bei der Entwicklung von Vorschlägen und Maßnahmen hat große Bedeutung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit.
Besondere Personengruppen
Besondere Personengruppen sind zum Beispiel Jugendliche, werdende oder stillende Mütter, Beschäftigte ohne ausreichende Deutschkenntnisse, behinderte Menschen, Leiharbeitnehmer, Praktikanten, Berufsanfänger,Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Darunter versteht man eine Verwendung von Geräten, Schutzsystemen und Vorrichtungen entsprechend der Gerätegruppe und -kategorie und unter Beachtung aller Herstellerangaben, die für den sicheren Betrieb der Geräte, Schutzsysteme und Vorrichtungen notwendig sind. Im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes ist bestimmungsgemäße Verwendung a) die Verwendung, für die ein Produkt nach den Angaben derjenigen Person, die es in den Verkehr bringt, vorgesehen ist oder b) die übliche Verwendung, die sich aus der Bauart und Ausführung des Produkts ergibt.
Betrieb
Der Begriff Betrieb im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes umfasst den Ort, an dem Tätigkeiten vorgenommen werden. Dies können umschlossene Räume, Fahrzeuge oder Arbeitsplätze im Freien sein. Arbeitsplätze im Freien sind zum Beispiel Baustellen sowie Arbeitsplätze in der Forst- und Landwirtschaft.
Betriebliche Gesundheitsförderung
Ist ein Bündel von Strategien und Methoden, mit denen die Gesundheitsressourcen und -potenziale der Beschäftigten gestärkt werden sollen. Dazu gehören sowohl Maßnahmen, die auf die Veränderung und Förderung des individuellen Gesundheitsverhaltens abzielen als auch Maßnahmen, die die Gestaltung der Arbeitsbedingungen betreffen. Besonderer Augenmerk sollte auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen gelegt werden.
Betriebs- beziehungsweise Personalräte
Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmer in Betrieben der Privatwirtschaft. Grundlage seiner Arbeit ist das novellierte Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) von 2001. Im BetrVG sind Anhörungs-, Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte des Betriebsrates vorgesehen (vergleiche und anderem § 102, 87, 28a Abstaz 2 BetrVG). Seine Aufgabe ist es unter anderem die Beschäftigung im Betrieb sowie die Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu fördern und zu sichern (vergleich § 80 BetrVG). In wichtigen Angelegenheiten des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung haben Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit gemäß § 9 Absatz 2 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) mit dem Betriebsrat zu kooperieren und ihn zu unterrichten. Außerdem ergibt sich aus § 89 Absatz 1 BetrVG die Pflicht, aktiv an der Bekämpfung von Gefahren für Leben und Gesundheit teilzunehmen. Diese Pflicht gilt entsprechend für den Personalrat, welcher die Interessen vom Personal im öffentlichen Dienst vertritt (vergleiche § 81 Absatz 1 BPersVG). Die Aufgaben und Rechte des Personalrates werden im Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) und den Personalvertretungsgesetzen (PersVG) der Bundesländer geregelt. Sowohl Betriebsrat als auch Personalrat werden von den Beschäftigten für eine Amtszeit von 4 Jahren gewählt. Allerdings fallen die Personalvertretungsrechte im Vergleich zu den Betriebsverfassungsrechten schwächer aus.
Betriebsärzte
Der Arbeitgeber muss nach § 2 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) zu seiner Unterstützung einen oder mehrere Betriebsärzte für arbeitsmedizinische Belange bestellen. Die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Betriebsärzte ergeben sich aus dem Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit. So haben Betriebsärzte nach § 3 ASiG "den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zu unterstützen". Der Betriebsarzt hat Unterstützungsverantwortung gegenüber dem Arbeitgeber, den Führungskräften, den Mitarbeitern und dem Betriebsrat. Er hat selbst keine Entscheidungsbefugnisse zur Anordnung von Arbeitsschutzmaßnahmen und keine Führungsverantwortung.
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
Am 3. Oktober 2002 ist die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes in Kraft getreten.
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) regelt die Mitwirkung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer und der betrieblichen Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat) an Entscheidungen von privaten Betrieben.
Beurteilerübereinstimmung (Inter-Rater-Reliabilität)
Beurteilerübereinstimmung (Inter-Rater-Reliabilität) ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Gibt nach DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem zwei oder mehr Beurteiler bei der Messung der gleichen Merkmale die gleichen Ergebnisse erzielen" (beziehungsweise übereinstimmen).
Bewältigungsstrategie (Coping)
Mit individuellen Strategien und Verhaltensweisen können psychische Belastungssituationen (Stressoren) bewältigt werden. Beispiele: Suche nach Verhaltensalternativen, Änderung der Bedingungen, Problemsituationen kognitiv neu bewerten oder einen Handlungsplan entwerfen, Ziele und Werte verändern
Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)
Beziehunsgweise Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten. Seit Ende 1996 ist die Bildschirmarbeitsverordnung in Kraft und regelt gesetzlich den Gesundheitsschutz bei der Bildschirmarbeit. Die Verordnung gibt Mindestanforderungen für die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen vor, welche im Anhang aufgeführt sind.
Bioaerosol
Unter Bioaerosolen nach der BioStoffV werden luftgetragene Flüssigkeitströpfchen und feste Partikel verstanden, die aus biologischen Arbeitsstoffen oder deren Stoffwechselprodukten bestehen oder mit ihnen behaftet sind. Wegen ihrer geringen Größe (typischerweise 0,1 - 10 Mikrometer) schweben sie in der Luft und Können eingeatmet werden.
Bioakkumulierend
Charakteristik von für die Umwelt besonders gefährlichen Chemikalien Bioakkumulierende Stoffe reichern sich in Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen) an, wodurch Konzentrationen in einem Gewebe erreicht werden, die wiederum toxische Effekte auslösen können.
Biologische Arbeitsstoffe
Biologische Arbeitsstoffe sind Mikroorganismen, einschließlich gentechnisch veränderter Mikroorganismen, Zellkulturen und humanpathogener Endoparasiten, die beim Menschen Infektionen, sensibilierende oder toxische Wirkungen hervorrufen können. Ein biologischer Arbeitsstoff ist auch ein mit transmissibler, spongiformer Enzephalopathie assoziiertes Agens, das beim Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann. (BioStoffV, § 2 (1))
Biologischer Grenzwert (BGW)
Der Biologische Grenzwert ist der Grenzwert für die toxikologisch-arbeitsmedizinisch abgeleitete Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten (Umwandlungsprodukts) oder eines Beanspruchungsindikators im entsprechenden biologischen Material, bei dem im Allgemeinen die Gesundheit eines Beschäftigten nicht beeinträchtigt wird (§ 3 Abs. 7 GefStoffV).
Biomonitoring
Biomonitoring ist die Untersuchung biologischen Materials der Beschäftigten zur Bestimmung von Gefahrstoffen, deren Metaboliten oder deren Biochemischen bzw. biologischen Effektparametern. Biomonitoring hat das Ziel, die innere Belastung und die Gesundheitsgefährdung von Beschäftigten zu erfassen, die erhaltenen Analysewerte mit entsprechenden Werten zu vergleichen und geeignete Maßnahmen vorzuschlagen, um die innere Belastung und die Gesundheitsgefährdung zu verringern (siehe auch TRGS 710 und TRGS 903).
Biozid-Produkte
Biozid-Produkte enthalten Biozid-Wirkstoffe in der Form, in welcher sie zum Verwender gelangen um bestimmungsgemäß auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen. Biozid-Produkte/Biozid-Wirkstoffe gehören zu einer Produktart, die in Anhang V der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten (ABl. EG Nr. L 123 S. 1) in der jeweils geltenden Fassung aufgeführt ist, und nicht einem der in Artikel 1 Abs. 2 der Richtlinie 98/8/EG aufgeführten Ausnahmebereiche unterfallen (§ 3b Abs. 1 ChemG).
Biozid-Wirkstoffe
Biozid-Wirkstoffe sind Stoffe mit allgemeiner oder spezifischer Wirkung auf oder gegen Schadorganismen, die zur Verwendung als Wirkstoff in Biozid-Produkten bestimmt sind; als derartige Stoffe gelten auch Mikroorganismen einschließlich Viren oder Pilze mit entsprechender Wirkung und Zweckbestimmung (§ 3b Abs. 1 ChemG).
BKV
Berufskrankheiten-Verordnung
Branchen- oder tätigkeitsspezifische Hilfestellungen
Branchen- oder tätigkeitsspezifische Hilfestellungen sind von Fachgremien erarbeitete und konkret auf bestimmte Tätigkeiten, Verfahren, Gefahrstoffe oder Anlagen bezogene Empfehlungen. Sie unterstützen den Arbeitgeber bei der Erfüllung der Anforderungen der Gefahrstoffverordnung oder der Biostoffverordnung, wenn der ABAS für den entsprechenden Bereich keine konkretisierende TRBA erstellt hat. Solche Hilfestellungen können zum Beispiel von Aufsichtsbehörden der Länder oder Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung, von Innungen, Handwerkskammern und Verbänden erarbeitet werden.
Branchen- oder tätigkeitsspezifische Hilfestellungen
Branchen- oder tätigkeitsspezifische Hilfestellungen sind von Fachgremien erarbeitete und konkret auf bestimmte Tätigkeiten, Verfahren, Gefahrstoffe oder Anlagen bezogene Empfehlungen. Sie unterstützen den Arbeitgeber bei der Erfüllung der Anforderungen der Gefahrstoffverordnung oder der Biostoffverordnung, wenn der ABAS für den entsprechenden Bereich keine konkretisierende TRBA erstellt hat. Solche Hilfestellungen können z. B. von Aufsichtsbehörden der Länder oder Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung, von Innungen, Handwerkskammern und Verbänden erarbeitet werden.
Burnout-Syndrom
auch Ausgebranntsein. Unter dem Burnout-Syndrom wird ein chronischer Erschöpfungszustand mit Krankheitsgefühl verstanden, der über Monate andauert. Das Krankheitsbild entsteht einerseits aus persönlichen Bedingungen (hohe Leistungserwartungen, starke Einbindung in die Arbeit und Selbstausbeutung) sowie andererseits durch Bedingungen aus der Aufgabe und der Organisation (Rolle, Überlastung, zwischenmenschliche Kontakte, zu hohe Anforderungen, Möglichkeit der Mehrarbeit). Zunehmend werden zur Erfüllung der Arbeitsaufgaben alle anderen persönlichen Bedürfnisse vernachlässigt. Soziale Kontakte werden gemieden. Chronische Müdigkeit ist mit dem Gefühl verbunden, sich verausgabt zu haben, ausgelaugt und erschöpft zu sein (Sich-ausgebrannt-Fühlen). Emotionen wie Schuldgefühle, Selbstmitleid und aggressives Verhalten gegenüber anderen können auftreten. Oft entsteht eine innere Leere auch hinsichtlich der Arbeit. Regelmäßig kommt es zu verminderter Leistungsfähigkeit und zu körperlichen Beschwerden, die von Kopfschmerzen über Schlafstörungen bis hin zu Verdauungsproblemen reichen. In schweren Fällen endet die Krankheit in der Erwerbsunfähigkeit.
CAS-Nummer
Die CAS-Nummer ist eine vom Chemical Abstract Service vergebene Nummer zur Identifizierung einer chemischen Verbindung.
CEN
Comité Européen de Normalisation Electrotechnique = Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung. CENELEC ist die Drehscheibe für Normungsarbeiten in der Europäischen Union, wobei die Informationstechnik in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen hat.
CENELEC
Comité Européen de Normalisation Electrotechnique = Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung. CENELEC ist die Drehscheibe für Normungsarbeiten in der Europäischen Union, wobei die Informationstechnik in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen hat.
Chemische Arbeitsstoffe
Chemische Arbeitsstoffe sind alle chemischen Elemente und Verbindungen, einzeln oder in einem Gemisch, wie sie in der Natur vorkommen oder durch eine Arbeitstätigkeit hergestellt, verwendet oder freigesetzt werden - einschließlich der Freisetzung als Abfall - unabhängig davon, ob sie absichtlich oder unabsichtlich erzeugt und ob sie in Verkehr gebracht werden (Artikel 2a der Richtlinie 98/24/EG). Zu den chemischen Arbeitsstoffen gehören auch Zubereitungen und bestimmte Erzeugnisse.
Chemoprophylaxe von Infektionskrankheiten
Gezielte vorbeugende Verwendung von Medikamenten zur Verhinderung einer Infektionskrankheit
chronisch
ständig, anhaltend, langwierig
Dampf
Dampf ist die Gasphase eines Stoffes, die im thermischen Gleichgewicht zu ihrer festen oder flüssigen Phase steht.
Dauer der Arbeitszeit
Die Dauer der Arbeitszeit kann nach DIN EN ISO 10075-2:2000 zu Überforderung und Ermüdung führen: "Weil die Erhöhung von Intensität und Dauer der Arbeitsbelastung die entstehende Ermüdung exponentiell vergrößert, soll die Dauer der Arbeitszeit an die Intensität der Arbeitsbelastung angepasst werden." Empfehlung zur Gestaltung. "Die Arbeitszeit soll in ihrer Dauer auf einen Zeitpunkt begrenzt werden, wo sich noch keine Ermüdungseffekte zeigen. Es darf nicht vergessen werden, dass die Ausdehnung der Arbeitszeit um eine Stunde die Produktion aufgrund von Ermüdung und Anpassungsprozessen nicht linear erhöht."
Daueraufmerksamkeit
Daueraufmerksamkeit über längere Zeitspannen sollte vermieden werden, da dies zu herabgesetzter Wachsamkeit führen kann.
Dekontamination
Dekontamination ist die Zurückführung biologischer Arbeitsstoffe auf die gesundheitlich unbedenkliche Grundbelastung.
Desinfektionsverfahren
Maßnahmen, die geeignet sind, Materialien und Gegenstände durch physikalische bzw. chemische Verfahren in einen Zustand zu versetzen, dass sie nicht mehr infizieren können.
diagnostische Aussagekraft
beziehungsweise Diagnostizität. Ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Gibt nach DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem ein Verfahren oder Instrument zwischen unterschiedlichen Arten oder Quellen der psychischen Arbeitsbelastung, zum Beispiel psychische Ermüdung, Monotonie, Sättigung oder herabgesetzte Wachsamkeit, zu unterscheiden erlaubt".
Dimensionalität motorischer Aktivitäten
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Motorische Aktivitäten können die Koordination zu vieler Dimensionen der Bewegung erforderlich machen". Empfehlung zur Gestaltung: "Bei der Systemgestaltung sollte die Dimensionalität der Bewegung auf die niedrigst mögliche Ebene reduziert werden. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Kopplung von Dimensionen gewidmet werden."
DIN
Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN)
Doppelrolle psychischer Belastung
Abhängig von den von außen einwirkenden Einflüssen der Arbeit und den individuellen Voraussetzungen des Beschäftigten führt psychische Belastung zu erwünschter Beanspruchung oder zu Fehlbeanspruchung. Dies wird auch als Doppelrolle psychischer Belastung bezeichnet.
EINECS
EINECS (European Inventory of Existing Chemical Substances) ist das europäische Altstoffverzeichnis mit über 100.000 Stoffeintragungen. Dieses Verzeichnis enthält die endgültige Liste aller Stoffe, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie sich am 18. September 1981 in der Europäischen Gemeinschaft im Verkehr befanden. Es wurde am 15. Juni 1990 im EG-Amtsblatt veröffentlicht und enthält 82.000 definierte Stoffe und 18.000 Stoffe mit unbekannter oder veränderlicher Zusammensetzung. EINECS ist ein geschlossenes Verzeichnis, das heißt dass das Verzeichnis nicht ergänzt wird. Im EINECS aufgeführte Stoffe unterliegen nicht dem Anmeldeverfahren des Chemikaliengesetzes für neue Stoffe. Bei gefährlichen Stoffen, die im Europäischen Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS, ABl. C 146A, 15.6.1990), vermerkt sind, werden auch die EINECS-Nummern angegeben. Diese Nummer ist siebenstellig vom Typ 2XX-XXX-X oder 3XX-XXXx und beginnt mit 200-001-8.
Einflüsse
Psychische Belastungen sind von außen einwirkende Einflüsse. Einflüsse, die von außen einwirken ergeben sich aus Arbeitsbedingungen. Einflüsse, die sich messen, zählen, wägen lassen, sind relativ leicht mit Prüflisten oder anderen Messinstrumenten zu erfassen. Schwieriger zu erfassen ist, was im Inneren des Menschen vorgeht. Einflüsse wirken dann psychisch auf einen Menschen ein, wenn sie in ihm psychische Vorgänge auslösen.
Einrichtungen, die dem sicheren Betrieb einer überwachungsbedürftigen Anlage dienen
Nach § 1 Abs. 2 Satz 2 gilt die BetrSichV ferner für Einrichtungen, die für den sicheren Betrieb der in § 1 Abs. 2 Satz 1 genannten überwachungsbedürftigen Anlagen erforderlich sind. Einrichtungen, die für den sicheren Betrieb erforderlich sind, sind zum Beispiel die erforderlichen Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen, die sich auch räumlich außerhalb der überwachungsbedürftigen Anlage befinden können (zum BespielLeitwarten, Steuerstände) und die dazu erforderliche Energieversorgung, die für den sicheren Betrieb erforderlichen Kommunikationseinrichtungen und sonstige Einrichtungen, die ein Wirksamwerden der besonderen Gefährdungen verhindern (zum Beispiel Gaswarnanlagen, Brandmeldeanlagen, technische Lüftungen).
Einstufung
Einstufung ist die Zuordnung zu einem Gefährlichkeitsmerkmal (§ 3 Nr. 6 ChemG). Die Einstufung kann die Zuordnung zu einem oder mehreren Gefährlichkeitsmerkmalen umfassen.
EKG
Elektrokardiogramm (Aufzeichnung der Herzaktionsströme)
ELINCS
ELINCS (European List of Notified Chemical Substances) ist das europäische Verzeichnis der neuen Stoffe, d. h. der Stoffe, die nach dem 18. September 1981 in der Europäischen Gemeinschaft in Verkehr gebracht wurden. Bei gefährlichen Stoffen, die nach dieser Richtlinie gemeldet wurden, wird auch die Nummer des Stoffes in der Europäischen Liste der angemeldeten Stoffe (Elincs) angegeben. Diese Nummer ist siebenstellig vom Typ XXX-XXX-X und beginnt mit 400-010-9.
emotional
gefühlsmäßig, gefühlsbetont
EN
Europäische Norm
Endokrine Disruptoren
Stoffe, die Veränderungen im Hormonhaushalt bewirken
Entscheidungsunterstützung
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Wo Entscheidungen zu Ergebnissen führen können, die nicht vollständig vorhersehbar sind, wird dies die Beanspruchung des Operators erhöhen, insbesondere wenn die Ergebnisse mit unterschiedlich zu beurteilenden Konsequenzen verbunden sind, zum Beispiel Produktionsverlust oder die Sicherheit von Menschen." Empfehlung zur Gestaltung: Es "sollten Entscheidungs- unterstützungssysteme zur Verfügung gestellt werden, die es ermöglichen, eine Vorhersage über die Ergebnisse der Handlungen des Operators zu treffen." Das erfolgt zum Bespiel am PC durch die Abfrage "Wollen Sie die Daten wirklich löschen?"
Ergonomie, ergonomisch
wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen menschlichen und anderen Elementen eines Systems befasst, und der Berufszweig, der Theorie, Prinzipien, Daten und Methoden auf die Gestaltung von Arbeitssystemen anwendet mit dem Ziel, das Wohlbefinden des Menschen und die Leistung des Gesamtsystems zu optimieren.
Ermüdung, psychische
ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "eine vorübergehende Beeinträchtigung der psychischen und körperlichen Funktionstüchtigkeit, die von Intensität, Dauer und Verlauf der vorangegangenen psychischen Beanspruchung abhängt." Mögliche Folgen sind mehr Zeitbedarf für Handlungen, Bewegungsfehler wie Fehlgreifen, Fehltreten, Vergessen von wichtigen Informationen (zum Beispiel Terminen, Zwischenergebnissen). "Erholung von psychischer Ermüdung kann besser durch eine zeitliche Unterbrechung der Tätigkeit statt durch deren Änderung erzielt werden."
Ermüdungsähnliche Zustände
sind nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "Zustände des Menschen, die als Auswirkungen psychischer Beanspruchung in abwechslungsarmen Situationen auftreten. Sie verschwinden schnell nach Eintreten eines Wechsels der Arbeitsaufgabe und/oder der Umgebung beziehungsweise der äußeren Situation." Zu diesen Zuständen zählen: Monotonie, herabgesetzte Wachsamkeit und psychische Sättigung.
Erprobung
Jedes Ingangsetzen eines Arbeitsmittels nach einer Instandsetzung zum Zweck der Funktionsprüfung, der Feststellung und Überprüfung von sicherheitstechnisch relevanten Betriebsdaten (zum Beispiel Testläufe) sowie der Vornahme von Einstellungsarbeiten an Arbeitsmitteln und deren Ausrüstungsteilen.
Erwerbstätige
Erwerbstätige sind Personen, die als Arbeitnehmer in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen, als Selbständige ein Gewerbe beziehunsgsweise eine Landwirtschaft betreiben, einen freien Beruf ausüben oder als mithelfende Familienangehörige tätig sind. Quelle der Erwerbstätigenzahlen nach Status (Arbeitnehmer, Selbständiger einschließlich mithelfender Familienangehöriger), Wirtschaftszweigen und Bundesländern sind die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Jahresdurchschnittszahlen (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung). Für die Erwerbstätigenzahlen nach Geschlecht, Alters- und Berufsgruppen werden Jahresdurchschnittszahlen unter Zugrundelegung der Erwerbsstruktur des Mikrozensus berechnet.
Erzeugnisse
Erzeugnisse sind Stoffe oder Zubereitungen, die bei der Herstellung eine spezifische Gestalt, Oberfläche oder Form erhalten haben, die deren Funktion mehr bestimmen als ihre chemische Zusammensetzung (§ 3 Nr. 5 ChemG). Granulate, Flocken, Späne und Pulver sind in der Regel keine Erzeugnisse sondern Stoffe oder Zubereitungen in der für die Verwendung bestimmten Form.
Evaluation (Evaluierung)
Ist allgemein die systematische Analyse und Bewertung von Sachverhalten (zum Beispiel Prozesse, Ergebnisse, Maßnahmen, Projekte, Produkte, Hochschullehre, Organisation). Die Evaluation erfolgt auf Grundlage einer erhobenen Datenbasis. Unterschieden werden unter anderem: formative Evaluation: begleitende Evaluation, zielt vorrangig auf die Verbesserung des Evaluations-Sachverhaltes ab und summative Evaluation: abschließende Evaluation, zieht eine zusammenfassende Bilanz über den Evaluations-Sachverhalt.
Exposition
Einer Einwirkung ausgesetzt sein, zum Beispiel Einwirkung von Gasen, Lärm, Strahlen, oder Staub. Im Sinne des Arbeits- und Verbraucherschutzes bedeutet es, dass Menschen mit einem Stoff in Kontakt kommen. Umweltexposition bedeutet, dass Stoffe in die Umweltmedien Luft, Oberflächenwasser, Boden und Grundwasser gelangen und ihnen die dort lebenden Organismen ausgesetzt sind.
Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen
Exposition ist das Vorhandensein von biologischen Arbeitsstoffen, die im Rahmen gezielter oder nicht gezielter Tätigkeiten auf die Beschäftigten einwirken.
Exposition gegenüber Gefahrstoffen
Inhalative Exposition ist das Vorhandensein eines gefährlichen Stoffes in der Luft im Atembereich des Beschäftigten. Sie wird beschrieben durch die Angabe von Konzentration und zugehörigem zeitlichen Bezug (Dauer der Exposition). Eine dermale Exposition liegt vor, wenn Hautkontakt gegenüber Gefahrstoffen besteht. Sie wird beschrieben durch die Menge und Konzentration des Stoffes auf der Haut, Lage und Ausdehnung der benetzten Fläche, sowie Dauer und Häufigkeit des Hautkontaktes.
Expositionsszenario
Nach REACH (Artikel 3) "Zusammenstellung von Bedingungen, mit denen dargestellt wird, wie der Stoff hergestellt oder während seines Lebenszyklus verwendet wird und wie der Hersteller oder Importeur die Exposition von Mensch und Umwelt beherrscht oder den nachgeschalteten Anwendern zu beherrschen empfiehlt. Diese Expositionsszenarien können ein spezifisches Verfahren oder gegebenenfalls verschiedene Verfahren oder Verwendungen abdecken".
Fachkraft für Arbeitssicherheit
hat gemäß Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen.
Fachkundige für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 7 Abs. 7 GefStoffV
Fachkundige nach § 7 Abs. 7 GefStoffV für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sind Personen, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung oder Erfahrung ausreichende Kenntnisse über Tätigkeiten mit Gefahrstoffen haben und mit den Vorschriften soweit vertraut sind, dass sie die Arbeitsbedingungen vor Beginn der Tätigkeit beurteilen und die festgelegten Sicherheitsmaßnahmen bei der Ausführung der Tätigkeiten überprüfen können. Fachkundige Personen sind insbesondere der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Gemäß TRBA 400 ist fachkundig, wer aufgrund seiner Ausbildung und aufgrund der beruflichen Erfahrung sowie der gewonnenen Kenntnisse des Arbeitsverfahrens mit der Problematik der biologische Arbeitsstoffe im jeweiligen Arbeitsbereich vertraut ist.
Fehlbeanspruchung, psychische
Werden die individuellen Voraussetzungen des Menschen durch die Einflüsse der Arbeit (zum Beispiel Arbeitsaufgabe) über- oder unterfordert, so führt psychische Belastung zu Fehlbeanspruchung. Sie kann sich beim Beschäftigten so auswirken, dass er seine Arbeit öde findet, schnell ermüdet, sich nicht mehr konzentrieren kann, wichtige Signale nicht mehr "wahrnimmt". Die beeinträchtigende Beanspruchung bwewirkt kurzfristige psychische Ermüdung, Monotonie, psychische Sättigung, herabgesetzte Wachsamkeit und Stress. Langfristige Folgen können, zum Beispiel sein: allgemeine psychosomatische Störungen und Erkrankungen, Ausgebranntsein (Burnout), Fehlzeiten, Fluktuation und Frühverrentung.
Flexible Arbeitsformen
Projekt- und Zeitarbeit, Werkverträge oder flexible Arbeitszeitmodelle finden immer stärkere Verbreitung. In einer Studie untersuchte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), wie sich flexible Arbeit und Beschäftigung auf physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden der Arbeitnehmer auswirken. Nähere Informationen über Ergebnis sind in der Pressemitteilung 87/04 vom 9. Juli 2004 enthalten. Pressemitteilung Nr. 87/04 vom 9. Juli 2004 "Flexible Arbeitsformen: Arbeitsbedingungen, Belastungen und Beschwerden - Repräsentative Statistiken ausgewertet"
Führungskräfte
Im Rahmen ihrer Entscheidungsbefugnisse tragen Führungskräfte in ihrem Zuständigkeitsbereich die volle Verantwortung für den Arbeitsschutz. Sie sind nach Art und Umfang der Verantwortlichkeit dem Arbeitgeber gleichgestellt.
Ganzheitlichkeit, ganzheitlich
Eine Aufgabe ist dann ganzheitlich, wenn sie planende, ausführende und kontrollierende Elemente enthält. Der Beschäftigte hat die Möglichkeit, die erreichten Ergebnisse auf Übereinstimmung mit den gestellten Anforderungen zu prüfen. Streng genommen heißt das: Arbeiten von Anfang bis Ende, das heißt vom Auftrag bis zur Auslieferung durchführen. Das ist in der Praxis selten möglich. Empfehlung zur Gestaltung: Ein Beschäftigter sollte möglichst viele Arbeitsschritte vollständig ausführen und in ein Ganzes einordnen können.
Gas
Gas ist ein Stoff im komplett gasförmigen Zustand. Nach der Definition im Gefahrstoff- und Gefahrgutrecht müssen Stoffe, die als Gase klassifiziert werden bei 50 °C einen Dampfdruck von mehr als 3 bar haben oder bei 20 °C und einem Druck von 101,3 kPa vollständig gasförmig vorliegen.
Gebrauchstauglichkeit
Gebrauchstauglichkeit ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Ist nach DIN EN ISO 10075-3:2004 "das Ausmaß, in dem ein Produkt" (hier Messverfahren beziehungsweise Instrumentarium) "durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen".
Gefahr
Eine Gefahr ist ein Zustand oder Ereignis, bei dem ein nicht akzeptables Risiko eines Schadenseintritts besteht. Der Schaden tritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein. Eine Gefahr kann alles sein, was potenziell Schaden oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen verursachen kann – Arbeitsstoffe, Arbeitsmittel, Arbeitsmethoden oder -praktiken.
Gefährdung
Eine Gefährdung ist ein Zustand oder eine Situation, in der die Möglichkeit des Eintritts eines Gesundheitsschadens besteht. Die Gefährdung entsteht durch ein mögliches räumliches und / oder zeitliches Zusammentreffen einer Gefahrenquelle mit einem Menschen. Dieser Mensch kann hierbei verletzt werden oder erkranken. Mögliche Beispiele sind das Verletzungsrisiko eines Beschäftigten bei der Nutzung einer Bohrmaschine, das Einatmen von Arbeitsstoffen und nicht vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten eines Beschäftigten. Gefährdung bezeichnet die Möglichkeit eines Schadens oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ohne bestimmte Anforderungen an deren Ausmaß oder Eintrittswahrscheinlichkeit (Quelle: Abschnitt B der Bundestagsdrucksache 13/3540: Begründung zum § 4 des ArbSchG).
Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung ist der Prozess der systematischen Ermittlung und Bewertung relevanter Gefährdungen der Beschäftigten mit dem Ziel, die erforderlichen Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit festzulegen. Diese Maßnahmen müssen im Betrieb durch- und umgesetzt werden. Die umgesetzten Maßnahmen müssen auf Wirksamkeit kontrolliert werden.
Gefährdungsermittlung
Gefährdungsermittlung ist eine systematische Analyse, um Gefährdungen mit ihren Gefahrenquellen und Entstehungsbedingungen zu identifizieren.
Gefährdungsfaktor
Der Gefährdungsfaktor ist ein abstrakter Begriff. Er beschreibt, in welche Ursachenkategorie die Gefahrenquelle einzuteilen ist. Ein potenzieller Gefährdungsfaktor macht einen Gesundheitsschaden möglich. Gefährdungsfaktoren sind Gruppen von Gefährdungen, die durch gleichartige Gefahrenquellen oder Wirkungsqualitäten gekennzeichnet sind. Die folgende Liste enthält Gefährdungsfaktoren, die bei der Arbeit auftreten können: 1. Mechanische Gefährdungen 2. Elektrische Gefährdungen 3. Gefahrstoffe 4. Biologische Arbeitsstoffe 5. Brand- und Explosionsgefährdungen 6. Thermische Gefährdungen 7. Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen 8. Gefährdungen durch Arbeitsumgebungsbedingungen 9. Physische Belastung/Arbeitsschwere 10. Psychische Faktoren 11. Sonstige Gefährdungen
Gefährlichkeitsmerkmale
Gefährlichkeitsmerkmale beschreiben die gefährlichen Eigenschaften chemischer Stoffe und Zubereitungen. Nach § 3a ChemG sind diese explosionsgefährlich, brandfördernd, hochentzündlich, leichtentzündlich, entzündlich, sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, sensibilisierend, krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend, erbgutverändernd und umweltgefährlich.
Gefahrstoffe
Gefahrstoffe im Sinne der GefStoffV sind Stoffe und Zubereitungen, die mindestens eines der 15 Gefährlichkeitsmerkmale nach § 3a ChemG oder sonstige chronisch schädigende Eigenschaften besitzen. Ihnen sind Stoffe und Zubereitungen und Erzeugnisse gleichgestellt, bei deren Herstellung oder Verwendung Stoffe und Zubereitungen mit solchen Merkmalen oder Eigenschaften entstehen. Gefahrstoffe sind ebenfalls Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die explosionsfähig sind oder bei deren Herstellung und Verwendung explosionsfähige Stoffe und Zubereitungen entstehen. Nicht als gefährliche Stoffe und Zubereitungen eingestufte chemische Arbeitsstoffe, die aufgrund ihrer physikalisch-chemischen, chemischen oder toxikologischen und der Art und Weise, wie sie am Arbeitsplatz verwendet werden oder dort vorhanden sind, für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten ein Risiko darstellen können (Artikel 2b der Richtlinie 98/24/EG).
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Die Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) regelt umfassend die Schutzmaßnahmen für Beschäftigte bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Gefahrstoffe sind solche Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften besitzen, wie z. B. hochentzündlich, giftig, ätzend, krebserzeugend, um nur die gefährlichsten zu nennen. Am 30. November 2010 ist die Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen im Bundesgesetzblatt verkündet worden (BGBl. I, S. 1643). Die Verordnung ist am 1. Dezember 2010 in Kraft getreten.
Gefahrstoffverzeichnis
Das Gefahrstoffverzeichnis ist eine Auflistung der im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe mit Verweis auf die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter.
Genauigkeit der Informationsverarbeitung
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Erhöhte psychische Belastung aufgrund notwendiger Anforderungen an die Genauigkeit (zum Beispiel jenseits menschlicher Kapazitäten) kann durch Bereitstellung technischer Hilfsmittel mit zweckdienlicher Auflösung bei der Darstellung der Information (für Anzeigen) oder Steuerungsdynamik (für Eingabevorrichtungen) auf ein angemessenes Niveau reduziert werden."
Generalisierbarkeit
ist ein Gütekriterium, anhand dessen der Gültigkeitsbereich und damit die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Generalisierbarkeit gibt nach der DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem ein Beobachtungswert (als Messwert) auf eine definierte Grundgesamtheit von Situationen (Belastungsbedingungen) und/oder Population von Beschäftigten verallgemeinert werden kann". Die Differenzierung zwischen absoluter und relativer Generalisierbarkeit ist in der genannten DIN erläutert.
Gesamtanlage
Gemäß § 15 Absatz 1 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Betreiber eine überwachungsbedürftige Anlage und ihre Anlagenteile in bestimmten Fristen wiederkehrend prüfen zu lassen. Die Prüffristen der Gesamtanlage und ihrer Anlagenteile sind auf der Grundlage einer sicherheitstechnischen Bewertung zu ermitteln. Im Hinblick auf die Prüfungen nach den §§ 14 fortfolgende BetrSichV handelt es sich bei Gesamtanlagen um überwachungsbedürftige Anlagen gemäß § 1 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2, 3 oder 4 BetrSichV, die aus verschiedenen Anlagenteilen mit eventuell unterschiedlichen Prüffristen (zum Beispiel Druckbehälter und Rohrleitung) bestehen können. Weiterhin gehören zur Gesamtanlage auch die Einrichtungen zu deren sicherem Betrieb. Zwischen Gesamtanlagen kann es innerhalb einer technischen Anlage (zum Beispiel Prozessanlage, Produktionsanlagen, Kraftwerk) zu Überschneidungen kommen; zum Beispiel besteht ein Aufzug innerhalb eines explosionsgefährdeten Bereichs aus einer Gesamtanlage nach § 1 Absatz 2 Nummer 2 sowie einer Gesamtanlage nach § 1 Absatz 2 Nummer 3 BetrSichV. Durch den Betreiber der überwachungsbedürftigen Anlagen ist sicherzustellen, dass vorhandene Schnittstellen so abgegrenzt werden, dass alle Anlagenteile den zutreffenden Ziffern des § 1 Absatz 2 (Druck, Brand-/Explosionsgefährdung oder Absturz) zugeordnet werden. Im Ergebnis der Abgrenzung der Schnittstellen werden die Prüfaufgaben beschrieben und die Zuständigkeiten für die Prüfungen von überwachungsbedürftigen Anlagen (Gesamtanlagen, Anlagenteile, Einrichtungen für den sicheren Betrieb) entsprechend den Vorgaben der §§ 14 fortfolgende BetrSichV zugeordnet. Dies gilt auch für die wiederkehrende Prüfung.
Gestaltungsmaßnahmen
Maßnahmen, die der Gestaltung von Arbeit dienen.
Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert 1948 in ihrer Verfassung Gesundheit als ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. Nach der Ottawa-Charta von 1986 wird der Gesundheitsbegriff auf die Fähigkeit des Individuums, die eigenen Gesundheitspotenziale auszuschöpfen und auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren erweitert.
Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung ist ein Bündel von Strategien und Methoden, mit denen die Gesundheitsressourcen und -potenziale der Beschäftigten gestärkt werden sollen. Dazu gehören sowohl Maßnahmen, die auf die Veränderung und Förderung des individuellen Gesundheitsverhaltens abzielen als auch Maßnahmen, die die Gestaltung der Arbeitsbedingungen betreffen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen gelegt werden.
Gleichzeitige Aufgabenbearbeitung
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Wenn zwei oder mehrere Aufgaben, die Aufmerksamkeitszuwendung erfordern, gleichzeitig ausgeführt werden müssen, werden sehr schnell die Grenzen der Verarbeitungskapazität erreicht." Empfehlung zur Gestaltung: Es ist "günstiger, eine sequentielle Aufgabenausführung vorzusehen."
Gültigkeit (Validität)
ist ein Gütekriterium, anhand dessen der Gültigkeitsbereich und damit die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Gültigkeit gibt nach DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem ein Verfahren oder Instrument tatsächlich das misst, das es messen soll".
Gütekriterien
Kriterien, die für die Anwendung von Teil 3 der Norm DIN EN ISO 10075 gelten sind Objektivität, Zuverlässigkeit (Reliabilität) mit den Submerkmalen Homogenität, Konsistenz, Stabilität, und Beurteilerübereinstimmung Gültigkeit (Validität), diagnostische Aussagekraft (Diagnostizität), Messempfindlichkeit (Sensitivität), Generalisierbarkeit (relative und absolute) und Gebrauchstauglichkeit.
Hautkontakt
Hautkontakt ist die Berührung der Haut mit Materialien (Flüssigkeiten, Pasten, Feststoffen) sowie Aerosolen, Gasen und Dämpfen, die Gefahrstoffe und/oder biologische Arbeitsstoffe enthalten können einschließlich der Benetzung der Haut mit Spritzern oder der Kontakt mit kontaminierter Arbeitskleidung oder kontaminierten Oberflächen.
herabgesetzte Wachsamkeit
ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "ein bei abwechslungsarmen Beobachtungstätigkeiten langsam entstehender Zustand mit herabgesetzter Signalentdeckungsleistung (zum Beispiel bei Radarschirm- und Instrumententafelbeobachtungen)". Herabgesetzte Wachsamkeit unterscheidet sich zwar in den Entstehungsbedingungen von der Monotonie, beide haben jedoch die gleiche Auswirkung.
Hersteller gemäß § 3 Nummer 7 Chemikaliengesetz (ChemG)
Ein Hersteller ist eine natürliche oder juristische Person oder eine nicht rechtsfähige Personenvereinigung, die einen Stoff, eine Zubereitung oder ein Erzeugnis herstellt oder gewinnt (§ 3 Nummer 7 Chemikaliengesetz (ChemG)).
Homogenität
ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Gibt nach der DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem alle Teile oder einzelne Items (Einzelmerkmale) eines Messverfahrens das gleiche Merkmal messen".
ICD
International Statistical Classification of Diseases (deutsch: Internationale Klassifikation von Krankheiten)
Individuelle Ausführungsweisen
Empfehlung zur Gestaltung: Der Arbeitende sollte selbst die Bearbeitungsreihenfolge und auch das Arbeitstempo wählen können. Es sollte nicht exakt vorgeschrieben sein, mit welchen Bewegungen beziehungsweise Ausführungsroutinen eine Tätigkeit durchgeführt wird.
Informationsdarstellung
Empfehlung zur Gestaltung: siehe Kompatibilität
inhaltliche Freiheitsgrade
siehe Freiheitsgrade
inhärente Prozesssicherheit
Ein technisches System gilt als inhärent sicher, wenn es sich auch beim Versagen oder der Fehlbedienung technischer Einrichtungen bzw. nach dem Ausfall externer Komponenten immer noch so verhält, dass kein Unfall mit großem Schadensausmaß auftreten kann. Es ist zu beachten, dass bei dem Betrieb inhärent sicherer Anlagen eine Restgefahr besteht. Zum Inverkehrbringen sicherer Produkte ist eine dreistufige Sicherheitsstrategie vorgeschrieben: 1. Inhärent sicher konstruieren. 2. Wenn danach noch unvermeidbare Restgefahren vorhanden sind: Schutzeinrichtungen vorsehen. 3. Wenn danach immer noch unvermeidbare Restgefahren vorhanden sind: Die Anwender vor diesen Restgefahren warnen (Anleitung, Einarbeitungshinweise, Personalschulung, Empfehlung persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
Innerbetrieblich eingesetzte ortsbewegliche Druckgeräte
Ortsbewegliche Druckgeräte im Sinne des § 23 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) werden ausschließlich innerbetrieblich verwendet. Obwohl in diesem Fall obige Übereinkünfte nicht mehr anwendbar sind, sind entsprechend § 23 die in den Übereinkünften vorgeschriebenen Betriebsbedingungen einzuhalten und die vorgesehenen Prüfungen vorzunehmen. Flaschen für Atemschutzgeräte werden von der Druckgeräte-Richtlinie erfasst und fallen nicht unter § 23 BetrSichV. Ortsbewegliche Druckgeräte (zum Beispiel Druckgasflaschen), die zum Befüllen den Betrieb verlassen (Entleeren im Betrieb / Befüllen außerhalb des Betriebes), werden nicht ausschließlich innerbetrieblich eingesetzt, sie fallen als Arbeitsmittel unter den zweiten Abschnitt der BetrSichV.
Innerbetriebliche Beförderung
Innerbetriebliche Beförderung ist jede Ortsveränderung innerhalb des Betriebsgeländes mit ortsfesten oder beweglichen Fördermitteln wie zum Beispiel Bandförderer, Elevatoren, Förderschnecken, pneumatischen Fördereinrichtungen, Fahrzeugen und Flurförderzeugen. Die innerbetriebliche Beförderung unterliegt der Gefahrstoffverordnung soweit sie keine Beförderung im Sinne des Gefahrgutrechts darstellt.
Inspektion
Maßnahmen zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes eines Arbeitsmittels, einschließlich der Bestimmung der Ursachen der Abnutzung oder Schädigung und dem Ableiten der notwendigen Konsequenzen für eine künftige Nutzung.
Instandhaltung
Nach der Europäischen Norm European Standard EN 13306 ist Instandhaltung die "Kombination aller technischen und administrativen Maßnahmen sowie Maßnahmen des Managements während des Lebenszyklus einer Einheit zur Erhaltung des funktionsfähigen Zustandes oder der Rückführung in diesen, sodass sie die geforderte Funktion erfüllen kann". Instandhaltung ist eine Gattungsbezeichnung für eine Vielzahl von Aufgaben in sehr unterschiedlichen Sektoren und in allen Arten von Arbeitsumfeldern. Zur Instandhaltung gehören Tätigkeiten wie die folgenden: Inspizieren, Prüfen, Messen, Auswechseln, Justieren, Reparieren, Warten, Fehler suchen, Teile austauschen, Installieren, Schmieren und Reinigen.
Instandsetzung
Instandsetzung umfasst Maßnahmen zur Rückführung eines Arbeitsmittels in den Sollzustand, zum Beispiel Austausch von abgenutzten oder defekten Teilen gegen vorgegebene Ersatzteile.
Inter-Rater-Reliabilität
siehe Beurteilungsübereinstimmung
Interindividueller Unterschied
Interindividuell sind die Unterschiede zwischen Personen. Beispiel: Peter und Klaus werden beauftragt, einen Berg Kisten an eine andere Stelle zu transportieren. Klaus schafft innerhalb einer Stunde 120, Peter 125. Der dabei auftretende Unterschied ist interindividuell.
Intraindividueller Unterschied
Intraindividuell ist der Unterschied innerhalb derselben Person. Beispiel: Lagerarbeiter Peter ist am Morgen ausgeruht. Er schafft es, innerhalb von zwei Stunden, einen Berg mit Kisten zu transportieren. Am Nachmittag benötigt er für den Transport der gleichen Menge Kisten 2½ Stunden. Dieser Unterschied im Leistungsvermögen ein und derselben Person wird als intraindividuell bezeichnet.
Inverkehrbringen
Inverkehrbringen ist die Bereitstellung für Dritte, so zum Beispiel das Anbieten zum Erwerb, die Abgabe an Anwender und Verbraucher. Im Sinne der Richtlinie 67/548/EWG ist auch die Einfuhr in das Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft als Inverkehrbringen zu betrachten (§ 3 Nummer 9 Chemikaliengesetz (ChemG)).
Inverkehrbringen
Nach REACH (Artikel 3) "die entgeltliche beziehungsweise unentgeltliche Abgabe an Dritte oder Bereitstellung für Dritte. Die Einfuhr in das Zollgebiet der Gemeinschaft".
ISCO
International Standard Classification of Occupations (deutsch: Internationale Standardklassifikation der Berufe)
ISCO-HV
ISCO des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften
ISO
International Standard Organisation; seit 1946 Herausgeber für international vereinbarte Normen
Item
Einzelmerkmal
Job Enlargement
Mehrere strukturell gleichartige, miteinander in Beziehung stehenden Teilaufgaben zu einer größeren Arbeitsaufgabe zusammenfassen. Dadurch wird der Tätigkeitsspielraum des Menschen vergrößert (siehe Aufgabenerweiterung).
Job Enrichment
Mehrere, strukturell verschiedene, vor-, nach- und nebengelagerte Teilaufgaben zu einer neuen Arbeitsaufgabe zusammenfassen. Dadurch wird auch der Handlungsspielraum des Menschen vergrößert. Um Monotonie entgegen zu wirken sollten Elemente einbezogen werden, die zum Beispiel das Denkvermögen beanspruchen (siehe Aufgabenbereicherung).
Job Rotation
Erweiterung oder Bereicherung des Arbeitsinhalts dadurch, dass der Beschäftigte unterschiedliche Tätigkeiten im zeitlichen Wechsel an verschiedenen Arbeitsplätzen durchführt. Gleichzeitig werden dadurch einseitige Beanspruchungen vermindert.
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen im Sinne der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen.
Kollektive Schutzmaßnahmen
Kollektive Schutzmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten sind technische und organisatorische, nicht auf den einzelnen Beschäftigten bezogene Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel geschlossene Systeme, Absaugung, Brandschutz, Explosionsschutz. Sie haben Vorrang vor persönlichen Schutzmaßnahmen.
Kommunikation
Prozess des Mitteilens beziehungsweise des Informationsaustausches und der Verständigung zwischen Menschen. Der Aspekt der Mensch-Maschine-Kommunikation wird in dieser Begriffserläuterung nicht behandelt. Die betriebliche Kommunikation umfasst nicht nur die Arbeitsaufgabe, sondern auch Vorgänge im Unternehmen allgemein und im privaten Bereich. Gestaltungsempfehlung: Die Möglichkeit zum zwischenmenschlichen Austausch, das heißt Gespräche und Besprechungen, sind für das Wohlbefinden der Beschäftigten im Unternehmen sehr wichtig. Bei kritischen Entscheidungen können soziale Interaktionen unterstützend wirken. Die Gestaltung der Aufgaben und der Arbeitsmittel sollte Möglichkeiten für die notwendige oder zumindest minimale soziale Interaktion sicherstellen.
Kompatibilität
Beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Informationsdarstellungen, Steuerbewegungen und Systemantworten, die inkompatibel mit allgemein verbreiteten Erwartungen der Benutzer sind, produzieren widersprüchliche Informationen und zwingen den Operator dazu, zusätzliche Anstrengungen aufzuwenden, um die geforderte Leistung zu erreichen." Empfehlung zur Gestaltung: Informationsdarstellungen, Steuerbewegungen, Systemantworten sollten den Erwartungen der Benutzer entsprechen. Beispiel: Das Drehen eines Stellteils sollte "nach rechts mit einer Zunahme der Systemantwort oder einer gleichsinnigen Bewegungsrichtung auf der Anzeige gekoppelt sein, und nicht mit einer Abnahme oder Systemabschaltung". Bewegung der Computer-Maus nach rechts bedeutet, dass der Mauszeiger auf dem Bildschirm sich auch nach rechts bewegt.
Komplexität der Aufgabenanforderungen
Beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Eine Aufgabe von zu hoher Komplexität könnte bedeuten, dass der Operator zu viele Entscheidungen in einer bestimmten Zeiteinheit zu treffen hat." Empfehlung zur Gestaltung: "Wenn die Aufgabenkomplexität für die vorgesehene Operatorpopulation zu hoch ist, sollten Entscheidungsunterstützungssysteme benutzt werden. Zu geringe Komplexität sollte vermieden werden, weil sie zu Monotonie oder Sättigung führen kann."
konsistent
widerspruchsfrei
Konsistenz
Konsistenz ist ein Gütekriterium, anhand dessen der Gültigkeitsbereich und damit die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Konsistenz gibt nach der DIN EN ISO 10075-3 den Grad wieder, "in dem unterschiedliche Teile oder Parallelformen eines Messverfahrens zu identischen Ergebnissen führen, zum Beispiel bei Teilung eines Messverfahrens in zwei oder mehr Teile oder bei Anwendung von zwei oder mehr parallelen Formen eines Verfahrens".
Kontamination
Kontamination ist die Verunreinigung von Arbeitsstätten, Arbeitsbereichen, Einrichtungen, Maschinen, Werkzeugen, Arbeitskleidung, der Haut der Beschäftigten oder der Atemluft mit gefährlichen Stoffen.
konzeptive Arbeitsgestaltung
Die konzeptive oder vorausschauende Arbeitsgestaltung bezieht sich auf neue Arbeitssysteme.
Körperliche Abwechslung
Empfehlung zur Gestaltung: Körperliche Abwechslung kann erfolgen durch Vermeiden von körperlicher Unterforderung und Einseitigkeit (zum Beispiel bei ständigem Sitzen), Vermeiden von Bindungen an einen festen Arbeitsort, Kombination von ausführenden Arbeitsfunktionen (zum Beispiel sitzend / stehend / grobmotorisch / feinmotorisch)
korrektive Arbeitsgestaltung
Die korrektive oder verbessernde Arbeitsgestaltung bezieht sich auf bereits bestehende Arbeitssysteme.
Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen
Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen sind Ausführbarkeit, Schädigungslosigkeit, Beeinträchtigungsfreiheit / Zumutbarkeit und Persönlichkeitsförderlichkeit / Zufriedenheit.
Kritische Werte in Messverfahren
Nach DIN EN ISO 10075-3:2004 "der Referenzstandard für die Bewertung der ermittelten Messwerte und/oder Entscheidungen über Bestehen oder Nichtbestehen. Anmerkung: Die Festlegung kritischer Werte setzt voraus, dass die durch das in Frage stehende Messverfahren zu ermittelnden Messwerte absolute Entscheidungen mit hoher Präzision ermöglichen. Weiterhin muss angegeben sein, unter welchen Bedingungen die kritischen Werte gültig sind (zum Beispiel für Messungen nach vorausgegangener Belastung und so weiter)."
kurzfristige Auswirkungen
Psychische Belastung führt kurzfristig zu erwünschter oder beeinträchtigender psychischer Beanspruchung (siehe langfristige Folgen, Auswirkungen psychischer Beanspruchung).
Lagern
Lagern ist das Aufbewahren zur späteren Verwendung sowie zur Abgabe an Andere. Es schließt die Bereitstellung zur Beförderung ein, wenn die Beförderung nicht binnen 24 Stunden nach der Bereitstellung oder am darauffolgenden Werktag erfolgt. Ist dieser Werktag ein Samstag, so endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktages (§ 3 Absatz 4 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)).
langfristige Folgen
Übung, Weiterentwicklung von Fähigkeiten, Wohlbefinden und Gesundheit sind die positiven langfristigen Folgen gut gestalteter Arbeitsaufgaben und -bedingungen. Die langfristigen Folgen von Fehlbeanspruchung sind nicht nur ein Problem für den arbeitenden Menschen, der darunter leidet, sie sind auch eine Bürde für das Unternehmen und letzten Endes für die gesamte Volkswirtschaft. Nicht nur Krankheiten, auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter haben Einfluss auf die Qualität der Arbeitsergebnisse.
LASI
Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik
Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV)
Die Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV) gilt für die manuelle Handhabung von Lasten, die für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule mit sich bringt.
Letalität
Zahl der Sterbefälle einer bestimmten Krankheit bezogen auf die Zahl der an dieser Krankheit Erkrankten.
Maschinenverordnung (9. ProdSV)
Die Neunte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (Maschinenverordnung - 9. ProdSV) setzt die europäische Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie) in nationales Recht um. Sie regelt die Bereitstellung von neuen Maschinen auf dem Markt. Maschinen dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie den Regelungen dieser Verordnung entsprechen. Der Anwendungsbereich erstreckt sich auf Maschinen, auswechselbare Ausrüstungen, Sicherheitsbauteile, Lastaufnahmemittel, Ketten, Seile und Gurte, abnehmbare Gelenkwellen und unvollständige Maschinen. Die Verordnung sieht u. a. die CE-Kennzeichnung vor, mit welcher der Hersteller die Übereinstimmung mit allen Anforderungen der Verordnung bestätigt.
Mehrdeutigkeit der Information
Beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: Mehrdeutigkeit der Information "erfordert, dass der Operator Informationen interpretiert. Informationen sollten daher eindeutig dargestellt werden, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Bereichsinformationen (akzeptabel, nicht akzeptabel) bei der Darstellung von Systemzuständen."
Mehrdeutigkeit des Aufgabenziels
Beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Wenn das Aufgabenziel mehrdeutig ist, muß der Operator die Aufgabe interpretieren und Entscheidungen darüber treffen, welche Ziele mit welcher Priorität verfolgt werden sollten." Empfehlung zur Gestaltung: Es sollten "klare Aufgabenziele festgelegt und die Prioritäten verschiedener Ziele spezifiziert werden, zum Beispiel die Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Sicherheitssystems hat Priorität vor der Effizienz der Produktion. Wenn mehr als ein Operator betroffen ist, soll die Aufgabenverteilung zwischen den Operatoren klar geregelt sein."
Meldepflichtiger Schülerunfall in einer Schule / Schulwegunfall
Ein Schülerunfall im engeren Sinne ist ein Unfall, den eine versicherte Person während des Unterrichtes (auch außerhalb der Einrichtung) beziehungsweise während des Besuches eines Kindergartens erleidet. Ein Schulwegunfall ist ein Unfall, den eine versicherte Person auf dem Weg zwischen Wohnung und Einrichtung beziehungsweise auf dem Weg zur außerhalb der Einrichtung liegenden Unterrichtsstätte erleidet. Der Unfall ist vom ersten Tag an zu melden, wenn wegen der Unfallfolgen eine ärztliche Behandlung in Anspruch genommen werden musste. Jeder tödliche Unfall ist zu melden.
Meldepflichtiger Unfall
Ein Unfall ist gemäß § 193 Sozialgesetzbuch (SGB) VII meldepflichtig, wenn eine versicherte Person durch einen Unfall getötet oder so verletzt wird, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist.
Menschengerechte Gestaltung der Arbeit
Die menschengerechte Arbeitsgestaltung führt auf der Grundlage der Ergebnisse der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zielgerichtet zu Veränderungsprozessen bei der Arbeitsorganisation, den Arbeitsinhalten, den sozialen Beziehungen oder den Arbeitsumgebungsbedingungen. Ziele sind der Erhalt und die Förderung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei ihrer Arbeit. Normen wie DIN EN ISO 9241-2, DIN EN ISO 6385:2004 und die DIN EN ISO 10075-2 enthalten Kriterien menschengerecht gestalteter Arbeitsbedingungen.
Mentale Modelle
Sie beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Inkonsistente, unvollständige oder fehlende mentale Repräsentationen des Prozesses oder der Systemfunktionen verlangen vom Operator zusätzliche Anstrengungen, um das System steuern zu können." Empfehlung zur Gestaltung: Systemgestaltung und Systemauslegung sollten so erfolgen, dass es dem Operator möglich ist, die Prozesse zu verstehen, und zwar auf einer Ebene, die für seine Funktion im Prozeß zweckdienlich ist. Informationen sollten derart zur Verfügung und dargestellt werden, dass sie Wechselbeziehungen zwischen Subsystemen erkennbar machen, zum Beispiel durch Flussdiagramme, Aufzeichnungen zeitbezogener Systemantworten, Vorsehen von Möglichkeiten zur Sammlung von Erfahrungen über Systemreaktionen auf Steuerungseingriffe des Operators.
Messempfindlichkeit (Sensitivität)
Messempfindlichkeit ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Gibt nach DIN EN ISO 10075-3:2004 den Grad wieder, "in dem ein Verfahren oder Instrument zwischen unterschiedlichen Ausprägungen des Messgegenstandes zu unterscheiden erlaubt, zum Beispiel unterschiedliche Grade der psychischen Beanspruchung oder Ermüdung".
methodische Zugänge
Die psychische Belastung kann ermittelt werden über: physiologische Indikatoren (wie EEG, Lidschlag, Augenbewegung, EKG), die Analyse der Arbeitsaufgabe: (belastungswirksame Merkmale ermitteln), über die Analyse des Verhaltens und der Leistung bei der Arbeit (arbeitswissenschaftliche Beobachtung) sowie über subjektive Skalierung (Selbsteinschätzung der Beschäftigten zum Beispiel durch Befragung).
Mikroorganismen
Mikroorganismen sind alle zellulären oder nicht zellulären mikrobiologischen Einheiten, die zur Vermehrung oder zur Weitergabe von genetischem Material fähig sind.
Mitgelieferte Gefährdungsbeurteilung
Die mitgelieferte Gefährdungsbeurteilung ist eine Hilfestellung des Herstellers oder Inverkehrbringers zur Gefährdungsbeurteilung für eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen, die der Arbeitgeber bei der Festlegung der Maßnahmen übernehmen kann, wenn er die Tätigkeit entsprechend der Vorgaben durchführt.
Mithelfende Familienangehörige
Zu den mithelfenden Familienangehörigen werden alle Personen gerechnet, die regelmäßig unentgeltlich in einem Betrieb mitarbeiten, der von einem Familienmitglied als Selbständiger geleitet wird.
Mobbing
Mobbing (aus dem Englischen "to mob" = anpöbeln, schikanieren) bedeutet, dass eine Person oder eine Gruppe am Arbeitsplatz von gleichgestellten, vorgesetzten oder untergebenen Mitarbeitenden schikaniert, belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder mit kränkenden Arbeitsaufgaben bedacht wird. Die "gemobbten" Personen fühlen sich mit der Zeit unterlegen. Bei allgemeiner Unzufriedenheit der Beschäftigten tritt Mobbing häufiger auf. Mobbing existiert jedoch nicht nur in der Arbeitswelt, sondern geschieht auch im Bildungsbereich, in Freizeit-Institutionen (zum Beispiel Vereinen), in der Nachbarschaft oder innerhalb von Familien. Der Zeitfaktor spielt insofern ein Rolle, als man per Definition nur dann von Mobbing spricht, wenn Mobbing-Handlungen systematisch, häufig und wiederholt auftreten (zum Beispiel mindestens einmal pro Woche) und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken (mindestens ein halbes Jahr). Einmalige Vorfälle sind also kein Mobbing. Auch kann man nicht von Mobbing sprechen, wenn zwei etwa gleich starke Parteien in Konflikt geraten.
Möglichkeiten der sozialen Interaktion
Möglichkeiten der sozialen Interaktion beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung. Dabei können den Mitarbeitern "Möglichkeiten zu sozialer Interaktion […] helfen, bei kritischen Entscheidungssituationen soziale Unterstützung bereitzustellen. Die Gestaltung der Aufgaben und der Arbeitsmittel soll Möglichkeiten für die notwendige oder zumindest minimale soziale Interaktion sicherstellen."
Monotonie
Monotonie ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "ein langsam entstehender Zustand herabgesetzter Aktivierung, der bei langdauernden, einförmigen und sich wiederholenden Arbeitsaufgaben oder Tätigkeiten auftreten kann und der hauptsächlich mit Schläfrigkeit, Müdigkeit, Leistungsabnahme und -schwankungen, Verminderung der Umstellungs- und Reaktionsfähigkeit sowie Zunahme der Schwankungen der Herzschlagfrequenz einhergeht".
Montage und Installation
Montage und Installation umfassen alle notwendigen Arbeiten für den Auf- bzw. Zusammenbau zu einem Arbeitsmittel oder einer überwachungsbedürftigen Anlage, den Anschluss von Ver- und Entsorgungseinrichtungen z. B. für Energie, Hilfs- und Zusatzstoffe, die Ausstattung mit Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen. Die Prüfung von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen im Hinblick auf die Montage und Installation bezieht sich auf die Ergebnisse der oben genannten Arbeiten.
Morbidität
Erkrankungshäufigkeit: Zahl der Erkrankten in einer Population bezogen auf 100 000 Individuen pro Jahr.
Mortalität
Sterblichkeit: Zahl der Sterbefälle in einer Population bezogen auf 100000 Individuen pro Jahr.
NACE
Nomenclature générale des activités économiques dans les Communautés européennes (deutsch: Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft)
Nachgeschalteter Anwender
Nach REACH (Artikel 3) „natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer industriellen oder gewerblichen Tätigkeit einen Stoff als solchen oder in einer Zubereitung verwendet, mit Ausnahme des Herstellers oder Importeurs. Händler oder Verbraucher sind keine nachgeschalteten Anwender. Ein [...] Reimporteur gilt als nachgeschalteter Anwender“.
Neue Arbeits- oder Wegeunfallrenten
Unter "neue Unfallrente" wird derjenige Versicherungsfall aus der Gesamtmenge der Arbeits- beziehungsweise Wegeunfälle ausgewiesen, für den im Berichtsjahr erstmals eine Rente an Versicherte (beziehungsweise eine Abfindung) oder eine Rente an Hinterbliebene (beziehungsweise ein Sterbegeld) durch Verwaltungsakt festgestellt worden ist. Das Sozialgesetzbuch (SGB) VII bestimmt die Voraussetzungen für Rentenzahlungen. So muss als Voraussetzung für die Zahlung einer Rente an Versicherte eine Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 % über die 26. Woche nach dem Unfall hinaus bestehen. Für die übrigen Versicherten, die einen Arbeits- oder Wegeunfall erleiden, erbringen die Unfallversicherungsträger Bar- und Sachleistungen für medizinische, berufliche und/oder soziale Rehabilitation.
Neue Berufskrankheitenrente
Unter "neue Berufskrankheitenrente" wird derjenige Versicherungsfall aus der Gesamtmenge der anerkannten Berufskrankheiten ausgewiesen, für den im Berichtsjahr erstmals eine Rente an Versicherte (beziehungsweise eine Abfindung) oder eine Rente an Hinterbliebene (beziehungsweise ein Sterbegeld) durch Verwaltungsakt festgestellt worden ist. Das Sozialgesetzbuch (SGB) VII bestimmt mit § 56 Absatz 1 die Voraussetzungen für Rentenzahlungen. So muss als Voraussetzung für die Zahlung einer Rente an Versicherte eine Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 % über die 26. Woche nach Erkrankung hinaus bestehen. Für die übrigen Versicherten, die an einer anerkannten Berufskrankheit leiden, erbringen die Unfallversicherungsträger Bar- und Sachleistungen für medizinische, berufliche und/oder soziale Rehabilitation.
Non-Phase-in-Stoffe
Stoffe, die nicht durch die Definition eines Phase-in-Stoffes beschrieben werden. In erster Linie sind dies Stoffe, für die eine Anmeldung vorgelegt wurde und die nach der Richtlinie 67/548/EWG in Verkehr gebracht werden durften, oder auch Stoffe, die erstmals in Verkehr gebracht werden. Bei Non-Phase-in-Stoffen entfallen die Übergangsregelungen, die nach REACH für Phase-in-Stoffe gelten, sie müssen deshalb vor Herstellungs- oder Importbeginn (> 1t/Jahr) registriert werden.
Norm DIN EN ISO 10075
Die Norm DIN EN ISO 10075 "Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung" dient der Arbeitswelt als Verständigungsgrundlage. Sie besteht aus: Teil 1: Allgemeines und Begriffe (DIN EN ISO 10075-1:2000, Ausgabe 2000-11), Teil 2: Gestaltungsgrundsätze (DIN EN ISO 10075-2:2000, Ausgabe 2000-06) und Teil 3: Prinzipien und Anforderungen an Verfahren zur Messung und Erfassung psychischer Arbeitsbelastung (DIN EN ISO 100075-3:2004, Ausgabe 2004-12).
Norm DIN EN ISO 10075-1:2000
Der Teil 1 "definiert Begriffe im Bereich der psychologischen Arbeitsbelastung und -beanspruchung und zeigt Beziehungen zwischen den dazugehörigen Konzepten auf". Die seit 2000 in Deutschland eingeführten Teile 1 und 2 der Norm DIN EN ISO 10075 "Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung" dienen vor allem dem einheitlichen Sprachgebrauch und vermitteln Gestaltungsgrundsätze.
Norm DIN EN ISO 10075-2:2000
Der Teil 2 "enthält Leitsätze zur Gestaltung von Arbeitssystemen, einschließlich der Gestaltung der Aufgaben, der Arbeitsmittel, des Arbeitsplatzes und der Arbeitsbedingungen, unter besonderer Berücksichtigung der psychischen Arbeitsbelastung und -beanspruchung und ihrer Folgen". "Ziel ist es, optimale Arbeitsbedinungen im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit, Wohlbefinden, Leistung und Effektivität zu schaffen, sowie Über- wie Unterforderung vorzubeugen."
Norm DIN EN ISO 10075-3:2004
Der Teil 3 "stellt Grundsätze und Anforderungen für die Messung und Erfassung der psychischen Arbeitsbelastung auf und legt die Anforderungen an Messverfahren fest".
Objektivität
ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Ist nach DIN EN ISO 10075-3:2004 "der Grad, in dem die mit einem Messinstrument gewonnenen Ergebnisse unabhängig davon sind, welche Person die Messung durchführt, die Daten analysiert und interpretiert".
optimieren
Günstigste Lösungen für bestimmte Zielstellungen finden.
Organigramm
Ein Organigramm ist eine bildliche Darstellung der Aufbauorganisation, das heißt es zeigt, wer wem unterstellt ist und welche Beziehungen zwischen zum Beispiel einzelnen Abteilungen eines Unternehmens bestehen.
Pandemie
Häufung von übertragbaren Krankheiten in zeitlicher, aber nicht räumlicher Begrenzung.
Parallele oder serielle Verarbeitung
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung. Empfehlung zur Gestaltung: Serielle Verarbeitung ist der parallelen Verarbeitung aufgrund der Anforderungen an die Verarbeitungskapazitäten im allgemeinen vorzuziehen. Andererseits ist es günstiger, Informationen parallel darzustellen, wenn Vergleiche zwischen verschiedenen Informationsquellen durchgeführt werden müssen. Wenn Orientierung erforderlich ist, ist parallele der seriellen Informationsdarstellung vorzuziehen. Beispiel 1: Zwei Texte lassen sich besser vergleichen, wenn sie auf dem Bildschirm nebeneinander angeordnet sind, als wenn sie hintereinander liegen. Zur Orientierung ist die parallele Informationsdarstellung günstiger. Beispiel 2: Durch einen kurzen Blick auf die Instrumententafel im PKW kann Geschwindigkeit, Drehzahl, Tankinhalt, Uhrzeit und Öldruck erfasst werden. Im Allgemeinen ist jedoch die serielle Verarbeitung der parallelen auf Grund der Anforderungen an die Verarbeitungskapazitäten vorzuziehen (eins nach dem anderen).
Pathogenität
Die grundsätzlich, das heißt genetisch festgelegte (determinierte) Fähigkeit einer Mikroorganismenart, bei einer oder mehreren Spezies von Makroorganismen eine Krankheit zu erzeugen. Grad oder die Stärke der Pathogenität eines Mikroorganismus wird durch den Begriff Virulenz beschreiben. Er kann deshalb nur für pathogene Arten gelten.
Perinorm
Die Perinorm ist die umfassendste technische Normeninformations-Datenbank Europas. Sie gibt Auskunft zu den wichtigsten nationalen und internationalen Normen und sie wird laufend um weitere nationale Normenwerke erweitert. Die Perinorm antwortet auf bestimmte Fragen, zum Beispiel welche Normen und Normen-Entwürfe vorhanden sind, wann diese herausgegeben oder zurückgezogen wurden, welche Technischen Regeln, Rechts- und Verwaltungsvorschriften mit technischem Bezug in Deutschland und Frankreich beachtet werden müssen oder welche EU-Richtlinien relevant sind.
Persistent
Charakteristik von für die Umwelt besonders gefährlichen Chemikalien Persistente Stoffe sind in der Umwelt stabil, sie werden nicht oder nur sehr langsam abgebaut und können sich deshalb in der Umwelt anreichern.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Erforderliche Bekleidung und Einrichtung zum Schutz vor Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen, die der Beschäftigte persönlich trägt beziehungsweise benutzt. Die Auswahl, die Bereitstellung und die Benutzung ist in der PSA-Benutzungsverordnung geregelt. Zu den PSA gehören insbesondere Kopfschutzmittel, Gesichtsschutzmittel, Handschutzmittel, Fußschutzmittel, Gehörschutzmittel, Atemschutzmittel und Schutz gegen Absturz.
Persönlichkeitsförderliche Beanspruchung
Persönlichkeitsförderliche Beanspruchung erfolgt durch Arbeitstätigkeiten, die sich durch hinreichende Handlungs-, Entscheidungs- und Kontrollspielräume auszeichnen.
Phase-in-Stoffe
Chemische Stoffe, die entweder im Jahr 1981 bereits auf dem Markt waren und in der EINECS-Liste enthalten sind oder die in der No-Longer-Polymer-Liste aufgezählt sind. Nach REACH (Artikel 3) ein "Stoff, der während der zehn Jahre vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung mindestens einem der nachstehenden Kriterien entspricht: der Stoff wurde von einem Hersteller oder Importeur in der Gemeinschaft oder in den am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetretenden Ländern hergestellt oder in sie eingeführt und ist im Europäischen Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS) aufgeführt, der Stoff wurde in der Gemeinschaft oder in den am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetretenden Ländern hergestellt oder in sie eingeführt, jedoch nicht von dem Hersteller oder Importeur in den Verkehr gebracht, der Stoff wurde zwischen dem 18. September 1981 und dem 31. Oktober 1993 in der Gemeinschaft oder in den am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetretenden Ländern hergestellt oder in sie eingeführt, von dem Hersteller oder Importeur in den Verkehr gebracht und gilt als angemeldet im Sinne von Artikel 8 Absatz 1 erster Gedankenstrich der Richtlinie 67/548/EWG (ABl. L 259 vom 15.10.1979, S. 10.) in der Fassung der Richtlinie 79/831/EWG (ABl. L 154 vom 5.6.1992, S. 1.), entspricht jedoch nicht der Definition eines Polymers in der Richtlinie 67/548/EWG in der Fassung der Richtlinie 92/32/EWG, vorausgesetzt, der Hersteller oder Importeur kann dies durch Unterlagen nachweisen".
Physikalisch-chemische Einwirkung
Physikalisch-chemische Einwirkungen sind unmittelbare Wirkungen der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen, zum Beispiel Erfrierungen, Verätzungen sowie durch Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse aufgrund ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften (zum Beispiel Brennbarkeit) oder chemischen Eigenschaften (zum Beispiel Instabilität) hervorgerufene Ereignisse mit vorrangig physikalisch-chemischer Wirkung (zum Beispiel Brände, Explosionen).
Physiologie
Lehre und Wissenschaft von den Grundlagen des allgemeinen Lebensgeschehens besonders von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus.
physisch
körperlich, die körperliche Beschaffenheit betreffend
potenziell
möglich
Prävention, präventiv
Der Begriff Prävention in der Medizin beinhaltet die Gesundheit zu fördern und zu erhalten und die Entstehung von Krankheiten zu verhindern beziehungsweise bei bereits vorhandenen Erkrankungen deren Verschlimmerung zu vermeiden. Prävention erstreckt sich auf alle vorausschauenden beziehungsweise vorbeugenden Maßnahmen zur Erhaltung von Sicherheit und Gesundheit des Menschen.
ProdSG
siehe Produktionssicherheitsgesetz
Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
Produkte, die in den nationalen Markt bzw. den europäischen Märkten eingeführt oder eingebracht werden sollen, müssen bestimmten, definierten Sicherheitsanforderungen genügen. Das dient nicht nur dem Schutz der Bürger und Arbeitnehmer, sondern sichert auch den freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union (EU) durch vertrauenswürdige Produkte. In der Bundesrepublik Deutschland wird diese hohe Sicherheitsanforderung an Produkte durch das "Produktsicherheitsgesetz" (ProdSG) formuliert, das 2011 das Geräte- und Produksicherheitsgesetz (GPSG) von 2004 ersetzt hat. Der Anwendungsbereich des ProdSG erstreckt sich auf das Bereitstellen, Ausstellen und das erstmalige Verwenden von Produkten auf dem Markt im Rahmen einer Geschäftstätigkeit. Ausgenommen sind solche Produkte, für die bereits andere Rechtsvorschriften mit entsprechenden oder auch weitergehenden Vorschriften gelten. Im ProdSG sind zusätzliche Anforderungen für Hersteller, Bevollmächtigte und Einführer formuliert, die diese im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit für das Bereitstellen von Verbraucherprodukten beachten müssen. Zu beachten ist, dass sich diese Pflichten zwar nur auf Verbraucherprodukte beziehen, sie aber ebenfalls für andere Produkte (beispielsweise Arbeitsmittel) gelten, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Verbraucher sie nutzen könnten.
prophylaktisch
vorbeugend, präventiv
prospektiv
vorausschauend
psychisch
Psychisch bedeutet die Seele, seelische Prozesse, Zustände und geistige, gefühlsmäßige, willentliche Vorgänge betreffend.
psychische Beanspruchung
Psychische Beanspruchung ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung der psychischen Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien".
psychische Belastung
Psychische Belastung ist nach der DIN EN ISO 10075-1:2000 "die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken". Hinweis: In der Norm wird psychische Belastung neutral definiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff "Belastung" überwiegend negativ verwendet.
psychische Ermüdung
siehe Ermüdung, psychische
psychische Fehlbeanspruchung
Psychische Fehlbeanspruchung entsteht, wenn die Leistungsvoraussetzungen von Beschäftigten bei ihrer Arbeit quantitativ und/oder qualitativ über- oder unterfordert werden.
psychische Fehlbelastung
Mit "psychischen Fehlbelastungen" sind Anforderungen und Belastungen gemeint, die in ihrer Ausprägung bei Beschäftigten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Hinweis: In der Norm wird psychische Belastung neutral definiert.
psychische Sättigung
Psychische Sättigung ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "ein Zustand der nervös-unruhevollen, stark affektbetonten Ablehnung einer sich wiederholenden Tätigkeit oder Situation, bei der das Erleben des Auf-der Stelle-Tretens oder des Nicht-weiter-Kommens besteht. Zusätzliche Symptome psychischer Sättigung sind Ärger, Leistungsabfall und/oder Müdigkeitsempfinden und die Tendenz, sich von der Aufgabe zurückzuziehen. Die psychische Sättigung ist im Gegensatz zu Monotonie und herabgesetzter Wachsamkeit durch ein unverändertes oder sogar gesteigertes Niveau der Aktivierung, verbunden mit negativer Erlebnisqualität, gekennzeichnet".
psychische Voraussetzungen
siehe Voraussetzungen, psychische
Psychische Vorgänge
Psychische Vorgänge im Menschen sind all diejenigen, die zum Beispiel mit Wahrnehmen, Denken, Erinnern, Erleben, Empfinden, Bewerten, Verhalten zu tun haben. Sie können sowohl durch Einflüsse, die sich mehr aus geistigen Anforderungen ergeben (Arbeitsaufgaben mit emotionaler Belastung, Arbeitsabläufe die Konzentration erfordern, Arbeitsmittel mit vielen gleichzeitigen Informationen), aber auch durch andere Einflüsse wie zum Beispiel das Wetter, ausgelöst werden.
psychomental
frei übersetzt: Zentralnervensystem und Seele betreffend; häufig als Synonym für psychisch verwendet
Psychometrie
Messung psychischer Abläufe
psychometrische Anforderungen
hier (Teil 3 von EN ISO 10075): Abgrenzung von Genauigkeitsbereichen
psychosomatisch
Seele und Körper betreffend
psychosomatische Störungen und Erkrankungen
Psychosomatische Störungen und Erkrankungen sind zum Beispiel Verdauungs-, Herzbeschwerden, Kopfschmerzen und andere.
Qualifikationsnutzung
Empfehlung zur Gestaltung: Qualifikationsnutzung kann erfolgen durch aufgabengerechte Qualifikation (zum Beispiel Vermeiden von Über- / Unterforderung), Nutzen und Fördern der Vorbildung der Beschäftigten, Einführen von Vorschlagswesen, Qualitätszirkeln.
REACH
"Registration, evaluation, authorisation and restriction of chemicals" ist die Bezeichnung für das neue europäische Chemikaliengesetz.
redundante Informationen
mehrfach dargebotene Informationen
Redundanz
Beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Redundante Anzeige von Informationen kann dem Operator helfen, dargestellte Informationen gegenzuprüfen. Auf der anderen Seite kann zuviel Redundanz der dargestellten Informationen den Operator ablenken und damit die psychische Belastung steigern." Empfehlung zur Gestaltung: Die Redundanz sollte "entsprechend den operativen Anforderungen ausgelegt sein." Es kann zum Beispiel der Skalenwert angezeigt werden und der günstige oder auch der ungünstige Bereich kann farblich hinterlegt werden (zum Beispiel Drehzahlmesser im Auto). Wo möglich, sollten die Operatoren in die Lage versetzt werden, den Grad an Redundanz, den sie für die Aufgabenerfüllung für angemessen halten, auszuwählen.
Regelungstätigkeiten
Regelungstätigkeiten beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Verschiedene Arten von Regelungstätigkeiten erfordern unterschiedliche Operationen des Operators. Zum Beispiel erlaubt eine Verfolgungsaufgabe es dem Operator, die Bewegungen der Führ- und der Nachführgröße parallel zu verfolgen. Bei Kompensationsaufgaben wird hingegen vom Operator gefordert, sein Antwortverhalten entsprechend gedächtnismäßig gespeicherter Beziehungen zwischen Führ- und Nachführgröße auszurichten." Empfehlung zur Gestaltung: "Im allgemeinen sind Folgeaufgaben empfehlenswerter als Kompensationsaufgaben, weil sie die aktuellen Positionen anzeigen und nicht nur den Regelungsfehler."
Reliabilität
siehe Zuverlässigkeit
Repetitive Aufgaben
sind sich wiederholende Aufgaben
RIP
"REACH implementation projects" sind Arbeitsgruppen auf europäischer Ebene, die Methoden und Leitfäden für die Umsetzung der REACH-Verordnung vorbereiten.
Risiko
Unter Risiko versteht man die Wahrscheinlichkeit und die Schwere eines durch eine Gefährdung möglichen Schadens.
Risikogruppe gemäß § 3 Biostoffverordnung (BiostoffV)
Biologische Arbeitsstoffe werden entsprechend dem von ihnen ausgehenden Infektionsrisiko in vier Risikogruppen eingeteilt. Für diese Einteilung werden die Wahrscheinlichkeit, beim Menschen eine Infektion zu verursachen, das Risiko einer Verbreitung der Erkrankungen in der Bevölkerung sowie die Möglichkeit einer wirksamen Vorbeugung oder Behandlung der Erkrankung berücksichtigt (§ 3 Biostoffverordnung (BiostoffV)).
Ruhezeit zwischen aufeinanderfolgenden Arbeitstagen oder Schichten
Nichteinhaltung der Ruhezeit zwischen aufeinanderfolgenden Arbeitstagen oder Schichten kann nach DIN EN ISO 10075-2:2000 zu Überforderung und Ermüdung führen. Empfehlung zur Gestaltung: "Die Ruhezeit zwischen aufeinander folgenden Schichten soll ausreichend sein, um eine vollständige Erholung von Ermüdungseffekten der vorangegangenen Schicht sicherzustellen."
Schichtarbeit, im Hinblick auf psychische Belastung
Schichtarbeit kann nach DIN EN ISO 10075-2:2000 zu Überforderung und Ermüdung führen: "Schichtarbeit erfordert besondere Anstrengungen des Operators, um Probleme der" schwankenden "Leistung, der physiologischen und der sozialen Synchronisation zu bewältigen." Empfehlung zur Gestaltung: "Da Schichtarbeit ein Risiko für Gesundheit und Wohlbefinden darstellt, soll sie soweit wie möglich vermieden werden. Wo Schichtarbeit nicht vermieden werden kann, sollen ergonomisch gestaltete Schichtpläne eingesetzt werden."
Schutzmaßnahmen
Schutzmaßnahmen sind Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Sie werden im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung als technische, organisatorische oder persönliche Schutzmaßnahmen festgelegt.
Schutzstufe
Technische, organisatorische und persönliche Sicherheitsmaßnahmen, die für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen entsprechend ihrer Gefährdung zum Schutz der Beschäftigten festgelegt oder empfohlen sind (§ 2 Biostoffverordnung (BioStoffV)).
Schutzziele
Schutzziele drücken Forderungen und Vorgaben aus, die Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zum Inhalt haben.
Screening
Suchtest, Siebtest oder auch Vortest
Selbständige
Zu den Selbständigen gehören tätige Eigentümer und Miteigentümer in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, selbständige Landwirte (auch Pächter), selbständige Handwerker, selbständige Handelsvertreter, freiberuflich und andere selbständig tätige Personen.
Sensitivität
Messempfindlichkeit
serielle Informationen
Serielle Informationen sind aufeinander folgende Informationen.
SGB
Sozialgesetzbuch
Sicherheitsbeauftragte
In Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern erfolgt nach § 22 Sozialgesetzbuch (SGB) VII die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit sollte bei deren Auswahl mitwirken. Sicherheitsbeauftragte sind in ihrem unmittelbaren Arbeitsbereich ehrenamtlich tätig. Sie sollen den Arbeitgeber beziehungsweise die jeweilige Führungskraft bei der Wahrnehmung der Aufgaben des Arbeitsschutzes konkret unterstützen. Das umfasst insbesondere, dass sie sich von der ordnungsgemäßen Benutzung vorgeschriebener Schutzeinrichtungen fortlaufend überzeugen, dem Unternehmer oder dem Vorgesetzten ihre Beobachtungen zu Mängeln weitergeben sowie die Mitarbeiter auf Gefahren aufmerksam machen und aufklären.
Sicherheitsdatenblatt
Datenblätter mit Sicherheitshinweisen für den Umgang mit gefährlichen Substanzen. In Europa und vielen anderen Ländern müssen solche Datenblätter vom Inverkehrbringer, Einführer und Hersteller von Gefahrstoffen und von Zubereitungen, die diese Gefahrstoffe über bestimmte Mengengrenzen hinaus enthalten, zur Verfügung gestellt werden.
Sicherheitsmaßnahmen nach Biostoffverordnung
Besondere Schutzmaßnahmen, die in den Anhängen II (Sicherheitsmaßnahmen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien und laborähnlichen Einrichtungen) und III (Sicherheitsmaßnahmen bei gezielten und nicht gezielten Tätigkeiten, die nicht unter Anhang II fallen) der BioStoffV aufgeführt sind. (TRBA 400, BiostoffV)
Sicherheitstechnische Bewertung gemäß Betriebssicherheitsverordnung
Gemäß § 12 Absatz 1 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Betreiber eine überwachungsbedürftige Anlage nach dem Stand der Technik zu montieren, zu installieren und zu betreiben. Nach Absatz 3 hat er die Anlage in ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten, zu überwachen, notwendige Instandsetzungs- oder Wartungsarbeiten unverzüglich vorzunehmen und die den Umständen nach erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Eine überwachungsbedürftige Anlage darf nicht betrieben werden, wenn sie Mängel aufweist, durch die Beschäftigte oder Dritte gefährdet werden können (§ 12 Absatz 5 BetrSichV). Zur Erfüllung dieser Verpflichtungen hat der Betreiber die notwendigen Maßnahmen für das sichere Betreiben einer überwachungsbedürftigen Anlage in einer sicherheitstechnischen Bewertung festzulegen. Die Ermittlung der Prüffristen nach § 15 Absatz 1 BetrSichV erfolgt auf der Grundlage dieser Bewertung. Eine gesonderte sicherheitstechnische Bewertung ist nicht erforderlich, soweit sie bereits im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV erfolgt ist. Die sicherheitstechnische Bewertung wird durch den Betreiber einer überwachungsbedürftigen Anlage durchgeführt beziehungsweise beauftragt. Er hat die allgemeinen Grundsätze des § 12 BetrSichV zu beachten. Dazu werden unter anderem die sicherheitstechnischen Parameter, die Einfluss auf die Prüffrist der Anlage haben, ermittelt und bewertet, wie zum Beispiel Beschaffenheit der Anlagen und Anlagenteile, vorgesehene betriebliche Beanspruchungen, vorhersehbare Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebes. Soweit überwachungsbedürftige Anlagen von einem Arbeitgeber als Arbeitsmittel bereitgestellt und von Beschäftigten bei der Arbeit benutzt werden, hat er für diese Anlage eine Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich der Bereitstellung und Benutzung zu erstellen.
Sollzustand
Sollzustand ist der durch die Gefährdungsbeurteilung oder die sicherheitstechnische Bewertung festgelegte sichere Zustand für die weitere Benutzung oder den weiteren Betrieb.
soziale Interaktion
Soziale Interaktion beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung. Empfehlung zur Gestaltung: "Möglichkeiten zu sozialer Interaktion können helfen, bei kritischen Entscheidungen soziale Unterstützung bereitzustellen. Die Gestaltung der Aufgaben und der Arbeitsmittel soll Möglichkeiten für die notwendige oder zumindest minimale soziale Interaktion sicherstellen."
soziale Unterstützung
Unter sozialer Unterstützung wird ein soziales Netzwerk, zum Beispiel Freunde, Familie, Partner, verstanden, das (in schwierigen Situationen) unterstützend wirkt. Kurz gesagt gilt das Sprichwort: "Geteiltes Leid ist halbes Leid".
Stabilität
Stabilität ist ein Gütekriterium, anhand dessen die Eignung von Verfahren zur Erfassung oder Messung von psychischer Belastung, Beanspruchung oder deren Folgen beurteilt werden kann. Nach DIN EN ISO 10075-3:2004 ist Stabilität "der Grad, in dem eine (im Allgemeinen zeitversetzte) wiederholte Anwendung eines Messverfahrens zu identischen Ergebnissen führt".
Stand der Technik
Der Stand der Technik ist der Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen, der die praktische Eignung einer Maßnahme zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherheit der Beschäftigten gesichert erscheinen lässt. Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind insbesondere vergleichbare Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen heranzuziehen, die mit Erfolg in der Praxis erprobt worden sind. Gleiches gilt für die Anforderungen an die Arbeitsmedizin und die Arbeitsplatzhygiene.
Staub
Staub besteht aus kleinen Feststoffpartikeln, die sich aufwirbeln lassen und für einige Zeit als Staub/Luft-Gemisch erhalten bleiben.
Sterilisation
Sterilisation ist die Abtötung beziehungsweise Inaktivierung sämtlicher biologischer Arbeitsstoffe einschließlich deren Ruhestadien durch physikalische und/oder chemische Verfahren.
Steuerbarkeit
Steuerbarkeit beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Dynamische Systeme sollen vom Operator steuerbar sein", indem er das System beherrscht. Dies hängt unter anderem von Zeitverzögerungen der Systemantwort oder der anzeigten Rückmeldung des Systems auf Steueraktivitäten des Operators, welche die psychische Arbeitsbelastung erhöhen können. Empfehlungen zur Gestaltung sind zum Beispiel "Zeitverzögerungen, wiederum abhängig von ihrer Dynamik, erhöhen die Arbeitsbelastung und sollten vermieden werden".
Steuerungsdynamik
Steuerungsdynamik beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Die Antwort des Systems auf Eingaben des Operators kann dynamische Einschätzungen erfordern, die zu komplex sind, zum Beispiel die Integration der Systemantwort über die Zeit." Empfehlung zur Gestaltung: "Wo höhere Ordnungen der Steuerung notwendig sind, sollten Operatoren durch technische Systeme unterstützt werden (zum Beispiel Integral-, Differential-, Verstärkungsglieder)."
Stoff, gefährlicher
Viele Chemikalien gelten derzeit nur als sicher, weil die entsprechenden toxikologischen Untersuchungen nie durchgeführt wurden. Ein Wechsel zu einer nachhaltigen Chemikalienproduktion mit inhärent sicheren Stoffen ist von REACH durchaus gewollt. Zu den besonders gefährlichen Stoffen zählen: CMR-Stoffe: Krebs erregende (karzinogene), Erbgut schädigende (mutagene) und fortpflanzungsschädigende (reproduktionstoxische) Stoffe; PBT-Stoffe: Stoffe, die in der Umwelt nicht abgebaut werden, sich stark in Mensch und Tier anreichern und noch dazu toxisch sind (persistente, bioakkumulierende und toxische Stoffe); vPvB-Stoffe: Stoffe, die nicht abgebaut werden und sich sehr stark in Geweben anreichern (sehr persistente und sehr bioakkumulierende Stoffe). Andere Stoffe, die ähnlichen Anlass zur Sorge geben, sind zum Beispiel hormonartig wirkende (endokrine) Stoffe.
Stoffe
Stoffe sind chemische Elemente oder chemische Verbindungen, wie sie natürlich vor-kommen oder hergestellt werden, einschließlich der zur Wahrung der Stabilität notwendigen Hilfsstoffe und der durch das Herstellungsverfahren bedingten Verunreinigungen, mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können (§ 3 Nummer 1 Chemikaliengesetz (ChemG)). Nach REACH ist ein Stoff ein "chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können".
Stoffsicherheitsbericht
Der von REACH vorgesehene Stoffsicherheitsbericht enthält die Stoffsicherheitsbeurteilung, die für alle registrierten Stoffe durchzuführen ist, die der Registrierungspflichtige in Mengen von 10 Tonnen oder mehr pro Jahr herstellt oder einführt.
Stoffsicherheitsbeurteilung
Für alle Stoffe, die registrierungspflichtig sind, ist eine Stoffsicherheitsbeurteilung durchzuführen und ein Stoffsicherheitsbericht zu erstellen, wenn der Registrierungspflichtige diese Stoffe in Mengen von 10 Tonnen oder mehr pro Jahr herstellt oder einführt. Die Stoffsicherheitsbeurteilung ist entweder für jeden Stoff als solchen oder in einer Zubereitung oder für eine Stoffgruppe durchzuführen.
Stress
Stress wird im Alltag häufig synonym mit psychischer Belastung verwendet. Nicht alle psychischen Belastungen führen jedoch zu Stress. Psychische Belastungen, die Stress auslösen, werden Stressoren genannt. Erst die Reaktionen auf Stressoren wie Zeitdruck, Informationsmangel, häufige Störungen und Unterbrechungen der Arbeit sowie widersprüchliche Anweisungen durch verschiedene Vorgesetzte sollten mit dem Begriff Stress belegt werden.
Stressoren
Psychische Belastungen, die Stress auslösen, werden Stressoren genannt. Beispiele für Stressoren: Im Arbeitsalltag treten ganz verschiedene Stressoren auf, zum Beispiel Belastungen durch die Arbeitsaufgabe, durch die Arbeitsumgebung, durch die Rolle des Arbeitenden im Unternehmen oder das soziale Umfeld. In heutiger Zeit erleben viele Arbeitnehmer beständigen Zeitdruck und eine Überflutung mit Informationen, die eine Überforderung der Leistungsvoraussetzungen bedeuten können und somit zum Stressor werden. Jedoch kann nicht nur ein "Zuviel" belastend wirken, sondern auch eine ständige Unterforderung durch anspruchslose oder zu wenige Aufgaben. Das soziale Umfeld im Unternehmen kann zu einem Stressor werden, wenn zum Beispiel Konkurrenzverhalten zwischen Mitarbeitern herrscht und damit die Unterstützung und Hilfe zwischen Kollegen gering ist beziehungsweise fehlt oder das Betriebsklima von Misstrauen und Informationsmangel geprägt ist. Die Gestaltung des Arbeitsplatzes beziehungsweise der Arbeitsumgebung kann ebenfalls "stressen". Für Menschen kann das Arbeiten in einem Großraumbüro oder allein in einer großen Schaltwarte eines Kraftwerkes psychisch sehr belastend sein. Aber auch zum Beispiel Lärm, Verschmutzung und mechanische Schwingungen sind potenzielle Stressoren.
Substitution
Substitution bezeichnet den Ersatz eines Gefahrstoffes oder Verfahrens durch einen Arbeitsstoff oder ein Verfahren mit einer insgesamt geringeren Gefährdung für den Beschäftigten.
sukzessive
aufeinander folgend
Tagesrhythmus
Die Arbeitsbereitschaft der meisten Menschen erreicht am Vormittag gegen 9 Uhr ein absolutes Maximum, gegen 3 Uhr nachts ein absolutes Minimum. Nachtarbeit bedeutet im Vergleich zur Arbeit am Tage bei gleicher Belastung eine höhere Beanspruchung. Bei sonst gleichen Arbeitsbedingungen muss im Vergleich zwischen verschiedenen Schichten mit tagesbedingten Unterschieden von Arbeitsergebnissen gerechnet werden.
Tageszeit
Die Tageszeit der Arbeitsbelastung kann nach DIN EN ISO 10075-2:2000 zu Überforderung und Ermüdung führen: "Die menschliche Leistung unterliegt […] Schwankungen. Im allgemeinen ist die Leistung während der Nachtzeit geringer als während des Tages. Im Vergleich zur Tagarbeit sollen die Leistungsanforderungen in den Nachtstunden daher reduziert werden, zum Beispiel durch mehr Personal oder Arbeitspausen während der Nachtzeit."
Tätigkeit
Tätigkeiten sind Teile des Arbeitsauftrages und durch das jeweils benötigte Arbeitsmittel charakterisiert (z.B. Schweißen, Dateneingabe, Fahrzeugführen).
Tätigkeit gemäß Biostoffverordnung
Tätigkeiten im Sinne der Biostoffverordnung (BioStoffV) sind das Herstellen und Verwenden von biologischen Arbeitsstoffen, insbesondere das Isolieren, Erzeugen und Vermehren, das Aufschließen, das Ge- und Verbrauchen, das Be- und Verarbeiten, Ab- und Umfüllen, Mischen und Abtrennen sowie das innerbetriebliche Befördern, das Lagern einschließlich Aufbewahren, das Inaktivieren und das Entsorgen. Zu den Tätigkeiten zählt auch der berufliche Umgang mit Menschen, Tieren, Pflanzen, biologischen Produkten, Gegenständen und Materialien, wenn bei diesem Umgang biologische Arbeitsstoffe freigesetzt werden können und dabei Beschäftigte mit den biologischen Arbeitsstoffen direkt in Kontakt kommen können. Gezielte Tätigkeiten liegen vor, wenn biologische Arbeitsstoffe mindestens der Spezies nach bekannt sind, die Tätigkeiten auf einen oder mehrere biologische Arbeitsstoffe unmittelbar ausgerichtet sind und die Exposition der Beschäftigten im Normalbetrieb hinreichend bekannt oder abschätzbar ist. Nicht gezielte Tätigkeiten liegen vor, wenn mindestens eine der vorgenannten Voraussetzungen nicht gegeben ist.
Tätigkeit gemäß Gefahrstoffverordnung
Eine Tätigkeit gemäß Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) (§ 3 Absatz 3 GefStoffV) ist jede Arbeit, bei der Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse im Rahmen eines Prozesses einschließlich Produktion, Handhabung, Lagerung, Beförderung, Entsorgung und Behandlung verwendet werden oder verwendet werden sollen oder bei der Stoffe oder Zubereitungen entstehen oder auftreten. Hierzu gehören insbesondere das Verwenden im Sinne des § 3 Nummer 10 Chemikaliengesetz (ChemG) sowie das Herstellen. Tätigkeiten im Sinne der GefStoffV sind auch Bedien- und Überwachungsarbeiten, sofern diese zu einer Gefährdung von Beschäftigten durch Gefahrstoffe führen können.
Tätigkeitswechsel
siehe Job Rotation
Technischer Kontrollwert (TKW)
Technischer Kontrollwert (TKW) ist der Wert, der die Konzentration biologischer Arbeitsstoffe in der Luft für einen bestimmten Arbeitsbereich, gegebenenfalls auch für ein bestimmtes Verfahren oder einen bestimmten Anlagentyp festlegt, die grundsätzlich nach dem Stand der Technik erreicht werden kann. Dieser Wert dient der Beurteilung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen und wird vom ABAS festgelegt. Er kann als Summenwert oder bezogen auf Mikroorganismengruppen definiert werden. Der TKW ist an die jeweils festgelegte Messstrategie gebunden (TRBA 405).
Tod infolge einer Berufskrankheit
Tod als Folge einer Berufskrankheit wird dann angenommen, wenn die Berufskrankheit alleinige Ursache oder mindestens rechtlich wesentliche Teilursache des Todes war.
Tödlicher Arbeits- oder Wegeunfall
Ein Unfall mit Todesfolge wird im Berichtsjahr registriert, wenn der Tod sofort oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall eingetreten ist (seit 1994 ist damit die Vergleichbarkeit mit anderen Todesfallstatistiken hergestellt).
Überforderung / Unterforderung
Bezeichnung für einen unangemessenen, nämlich deutlich überhöhten / deutlich zu geringen Anspruch an ein Individuum, bestimmte Aufgaben zu lösen.
Übertragung
Transport eines Infektionserregers von einer Infektionsquelle (z. B. infiziertes Material, erregerhaltige Kultur, infiziertes Tier, infizierter Mensch) auf den Menschen oder andere Wirte.
Übung / Übungseffekt
Übung / Übungseffekt ist nach DIN EN ISO 10075-1:2000 "eine überdauernde, mit Lernprozessen verbundene Veränderung der individuellen Leistung, als Folge wiederholter Bewältigung einer psychischen Beanspruchung". Verfahren zur Aneignung und Verbesserung von Kenntnissen und Fähigkeiten, das durch wiederholtes Vollziehen bestimmter Tätigkeiten gekennzeichnet ist und sich sowohl auf körperliche als auch geistige Tätigkeiten bezieht. Die Übung dient auch dazu, Fehler zu verringern, Bewegungsabläufe zu automatisieren, die Tätigkeitsdauer einer Aufgabe zu verringern, neue Verhaltensweisen zu erwerben und die Leistung zu steigern. Diese Effekte können durch systematische Unterweisung erreicht werden.
Unfallquoten
Unfallquoten dienen der Beurteilung der durchschnittlichen Unfallhäufigkeit bezogen auf die geleistete Arbeitszeit (Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden) bzw. bezogen auf die Anzahl der Vollarbeiter (Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter).
Unfallverletzungen in Heim und Freizeit
Heim- und Freizeitunfälle, die eine ärztliche Behandlung erfordern oder zu einer mindestens 14-tägigen Beeinträchtigung führen (keine Bagatelleunfälle). Im Gegensatz zu den Bereichen Beruf, Schule und Verkehr gibt es in Deutschland für die statistische Erfassung von Unfallverletzungen in Heim und Freizeit keine gesetzliche Grundlage. Die Unfalldaten in diesem Lebensbereich werden nicht regelmäßig sondern nur sporadisch erhoben. So hatte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in den Jahren 1988 - 1992, 1996/1997 und 2000 repräsentative Haushaltsbefragungen zum Unfallgeschehen in Heim und Freizeit bundesweit durchführen lassen. Die stichprobenartig erhobenen Daten, die bei hinreichend großen Häufigkeiten auf die gesamte Wohnbevölkerung hochgerechnet werden können, sind Grundlage für die im Internet ausgewiesenen Unfallprofile.
Unfallversicherungsträger (UVT)
Unfallversicherungsträger sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften, die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand.
Validität (Gültigkeit)
Ein Untersuchungsverfahren ist dann gültig, wenn es das Merkmal misst, das es messen soll - und nichts anderes. Untersuchungsergebnissse sind valide, wenn sie so beschaffen ist, dass man von den untersuchten Stichproben auf die entsprechende Grundgesamtheit verallgemeinern darf.
Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK)
Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK) beschreiben für definierte Tätigkeiten mit Gefahrstoffen den Stand der Technik, der Arbeitshygiene und der Schutzmaßnahmen unter Berücksichtigung der Art, des Ausmaßes und der Dauer der inhalativen und der dermalen Exposition, sowie der Brand- und Explosionsgefahren.
Verhältnisprävention / Verhaltensprävention
Zur Vermeidung von psychischen Fehlbelastungen kann man an der Gestaltung der Arbeitsbedingungen ansetzen (Verhältnisprävention). Dazu gibt die DIN EN 10075 Empfehlungen. Verhältnisprävention umfasst alle situationsorientierten, verhältnisorientierten, technischen, organisationalen oder strukturellen Maßnahmen der menschengerechten Arbeitsgestaltung. Nach § 4 Arbeitsschutzgesetz sind "Maßnahmen mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluss der Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen". Der zweite Ansatzpunkt ist die Verhaltensprävention, das heißt Maßnahmen, die auf eine Veränderung des Verhaltens der Beschäftigten abzielen. Verhaltensprävention umfasst alle personenbezogenen Maßnahmen der Kompetenzentwicklung sowie Maßnahmen zur Bildung sicherer und gesundheitsgerechter Verhaltensweisen. Sie ist im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes ein nachgeordneter Bestandteil der menschengerechten Arbeitsgestaltung. Nach § 4 Arbeitsschutzgesetz sind "individuelle Schutzmaßnahmen nachrangig zu anderen Maßnahmen".
Versicherte in der gesetzlichen Unfallversicherung
Der § 2 Sozialgesetzbuch (SGB) VII bezeichnet den kraft Gesetzes versicherten Personenkreis. § 3 bestimmt, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Versicherungspflicht kraft Satzung erweitert werden kann. § 6 regelt die freiwillige Versicherung. Versichert in der gesetzlichen Unfallversicherung sind demnach unter anderem Beschäftigte (Arbeitnehmer), Lernende während der beruflichen Aus- und Fortbildung, Behinderte in Behinderten- beziehungsweise Blindenwerkstätten, Landwirtschaftliche Unternehmer, ihre mitarbeitenden Ehegatten und sonstigen Familienangehörigen, Kinder während des Besuchs von Kindertagesstätten, Schüler und Studierende, Bestimmte Personen, die im Interesse des Gemeinwohls tätig werden (zum Beispiel im öffentlichen Bereich ehrenamtlich Tätige, Hilfeleistende, Blutspender), Arbeitslose bei der Erfüllung ihrer Meldepflicht, Rehabilitanden, Selbsthelfer im öffentlich geförderten Wohnungsbau, Pflegepersonen, Gefangene bei einer Beschäftigung, Entwicklungshelfer, Unternehmer und ihre mitarbeitenden Ehegatten, die kraft Satzung versichert sind oder sich freiwillig versichert haben. Für Beamte gelten besondere Vorschriften zur Unfallfürsorge.
Vigilanz
Zustand erhöhter Reaktionsbereitschaft eines Organismus, oft auch mit Wachsamkeit beziehungsweise Aufmerksamkeit gleichgesetzt. Bei abwechslungsarmen Tätigkeiten kann langsam ein Zustand herabgesetzter Wachsamkeit mit verringerter Signalentdeckungsleistung entstehen (zum Beispiel bei Radarschirm- und Instrumententafelbeobachtungen). Monotonie und herabgesetzte Wachsamkeit unterscheiden sich zwar in den Entstehungsbedingungen, nicht aber in den Auswirkungen.
Vorausetzungen, psychische
Jeder Mensch ist ein Individuum, das heißt die psychischen Voraussetzungen wie Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen, Kenntnisse, Anspruchsniveau, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Motivation, Einstellungen und Bewältigungsstrategien, körperlichen Voraussetzungen wie Größe, Gewicht, körperliche Konstitution und Geschlecht, genetischen Voraussetzungen wie Veranlagung hinsichtlich bestimmter Eigenschaften (zum Beispiel Augenfarbe, körperliche Konstitution, Blutgruppe) oder Erkrankungen sowie sozialen Voraussetzungen wie Herkunfts-Milieu, Beruf und Familienstand sind unterschiedlich. Diese individuellen Voraussetzungen sind Ursachen dafür, dass jeder Mensch anders empfindet und reagiert. Eine Einteilung ist auch möglich nach überdauernden Voraussetzungen wie Alter, Geschlecht, Körpergröße, Einstellungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erfahrungen und Kenntnissen sowie augenblicklichen Voraussetzungen wie aktuelle Verfassung, Ausgangslage der Aktivierung, augenblicklicher Gesundheitszustand, körperliche Fitness und aktuelles Gewicht.
Wartung
Wartung umfasst alle Maßnahmen zur Bewahrung des Sollzustandes eines Arbeitsmittels. Hierbei kann der Sollzustand, z. B. durch Reinigung und Schmierung des Arbeitsmittels, sowie Ergänzung oder Austausch von Arbeitsstoffen aufrecht erhalten werden.
Wechsel in den Aufgabenanforderungen
Wechsel in den Aufgabenanforderungen beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Der Wechsel von Aufgabenanforderungen bei einer Tätigkeit kann die Intensität der Arbeitsbelastung durch die Inanspruchnahme unterschiedlicher Ressourcen der Informationsverarbeitung reduzieren." Empfehlung zur Gestaltung: Inanspruchnahme unterschiedlicher Voraussetzungen durch den Wechsel von Aufgabenanforderungen. Ein Wechsel zwischen Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen an die psychische Belastung kann ähnliche Effekte zur Folge haben, wie das Einlegen von Erholungspausen oder Arbeitsunterbrechungen.
Wechselwirkung
Wechselwirkung ist die gegenseitige Beeinflussung zwischen einem Arbeitsmittel und anderen Arbeitsmitteln, zwischen einem Arbeitsmittel und Arbeitsstoffen oder zwischen einem Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung. Wechselwirkung ist auch die gegenseitige Beeinflussung der Wirkung von zwei oder mehreren Gefahrstoffen. Die Wirkung kann dadurch verstärkt werden. Bei Gefährdungen durch Wechselwirkungen kann es sich um zusätzliche oder um die Veränderung bereits vorhandener Gefährdungen handeln.
Wegeunfall
Als Wegeunfall wird jeder Unfall bezeichnet, den eine versicherte Person auf dem Weg zum oder vom Ort der versicherten Tätigkeit erleidet. Dabei handelt es sich schwerpunktmäßig um Straßenverkehrsunfälle, diese stellen mehr als die Hälfte der Wegeunfälle. Wegeunfälle sind gemäß § 8 Absatz 2 Nummer 1 bis 4 Sozialgesetzbuch (SGB) VII den Arbeitsunfällen gleichgestellt.
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, die 1948 gegründet wurde. Die WHO gibt vor allem in den Entwicklungsländern Hilfen, zum Beispiel durch Organisation der Gesundheitsdienste, Ausbildung der Ärzte und des medizinischen Personals, Bekämpfung von Seuchen unter anderem, mit dem Ziel, den besten erreichbaren Gesundheitszustand der Menschen aller Völker herbeizuführen.
Wesentliche Veränderung
Nach § 2 Absatz 6 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist wesentliche Veränderung einer überwachungsbedürftigen Anlage jede Änderung, welche die überwachungsbedürftige Anlage soweit verändert, dass sie in den Sicherheitsmerkmalen einer neuen Anlage entspricht.
Wiedererkennen vs. Abrufen aus dem Gedächtnis
beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Das Wiedererkennen gedächtnismäßig gespeicherter Inhalte ist leichter und effektiver als das Erinnern. Das Anzeigen von Alternativen ist daher effektiver und weniger beanspruchend als dem Operator einen relevanten Gegenstand aus dem Gedächtnis abrufen zu lassen."
Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen
Eine Schutzmaßnahme ist dann wirksam, wenn sie die Gefährdung der Beschäftigten beseitigt oder auf ein Minimum verringert.
Wirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit (Ökonomisches Prinzip) ist das Grundsatz des optimalen wirtschaftlichen Handelns, entweder mit gegebenen Mitteln (zum Beispiel Gütern) einen möglichst großen Erfolg (Nutzen, Gewinn) zu erzielen (Maximumprinzip) oder ein vorgegebenes Ziel (zum Beispiel ein bestimmtes Wohlstandsniveau) mit möglichst geringem Aufwand (zum Beispiel Einsatz von Produktionsfaktoren) zu erreichen (Minimumprinzip).
WZ
Wirtschaftszweig
Zeitdruck
Zeitdruck beeinflusst nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Zeitzwänge können zu Abkürzungen in der Aufgabenausführung führen und dadurch zu Fehlern. Wenn die Aufgabenerfüllung im Hinblick auf die Konsequenzen kritisch ist, erhöht Zeitdruck mit der Wahrscheinlichkeit, die zeitliche Vorgabe nicht einhalten zu können, die Beanspruchung. Ein derartiger Zeitdruck sollte daher vermieden werden."
Zeitliche Verteilung der Arbeitsbelastung
Zeitliche Verteilung der Arbeitsbelastung ist nach DIN EN ISO 10075-2:2000 "von Bedeutung für die resultierende Ermüdung. Um Überforderung zu vermeiden sollten […] folgende Faktoren beachtet werden: Dauer der Arbeitszeit, Ruhezeit zwischen aufeinander folgenden Arbeitstagen oder Schichten, Tageszeit, Schichtarbeit, Arbeitsunterbrechungen und Erholpausen sowie Aufgabenwechsel mit unterschiedlichen Aufgabenanforderungen oder Arten psychischer Belastung".
Zeitverzögerungen
Zeitverzögerungen entstehen, wenn die Reaktion auf eine bestimmte Aktivität in einem beliebig großen Zeitraum erfolgt. Sie beeinflussen nach DIN EN ISO 10075-2:2000 die Intensität der psychischen Belastung: "Eine zeitverzögerte Antwort des Systems erfordert vom Operator, die Antwort des Systems geistig vorwegzunehmen, um die erforderlichen Stellbewegungen korrekt auszuführen." Empfehlung zur Gestaltung: "Zeitverzögerungen sollten daher vermieden werden. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Beschleunigung (quickening) oder Vorwert-Anzeigen benutzt werden."
Zubereitungen gemäß Chemikaliengesetz
Zubereitungen sind Gemenge, Gemische und Lösungen, die aus zwei oder mehreren Stoffen bestehen (§ 3 Nr. 4 Chemikaliengesetz (ChemG)). Wässrige Lösungen sind Zubereitungen; dies gilt in der Regel auch für Säuren und Basen.
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