Datei zur Gefährdungsbeurteilung / Mitarbeitermatching 08.09.2010
Unternehmen: MAN Nutzfahrzeuge AG, Werk Salzgitter
Thema: Gefährdungs- und Belastungsmanagement
Unternehmen
MAN Nutzfahrzeuge AG
Heinrich Buessing Str. 1
D- 38239 Salzgitter
Aufgabe
Die europäische Wirtschaft steht vor der Herausforderung, trotz der demographischen Entwicklung der Bevölkerung, im Wettbewerb mit außereuropäischen Wirtschafträumen führend zu bleiben.
Um dies zu erreichen, muss jeder Arbeitnehmer so eingesetzt werden, dass er unabhängig vom Lebensalter oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen, 100 Prozent produktiv bleibt.
Unter diesem Aspekt zeigt das vorliegende Projekt, wie im MAN Werk Salzgitter auf der Grundlage einer integrierten Gefährdungsbeurteilung (einschließlich einer umfangreichen Ergonomiebeurteilung), ein Mitarbeitermatching und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess der ergonomischen Bedingungen am Arbeitsplatz erfolgt.
Problem
Ohne "Gegensteuerung" wird sich der Krankenstand in den europäischen Unternehmen bedingt durch die demographische Entwicklung in den nächsten Jahren kontinuierlich erhöhen und die Produktivität abnehmen. Europa würde dann gegenüber anderen Wirtschafträume seine führende Position verlieren.
Lösung
Die Vorgehensweise ist einfach und praxisnah und daher auch für andere Produktionsbetriebe problemlos anwendbar. In einem Pre Step wird eine zentrale Arbeitsplatzdatei eingerichtet, auf welche alle Personen Zugriff haben, die auf Informationen zu einem Arbeitsplatz angewiesen sind (Anlage 1).
Alle erhobenen Daten werden in ein Beurteilungsprofil (Anlage 2) und in ein Kostenstellenprofil (Anlage 3) eingegeben. Erhobene Daten sind hierbei eine Gefährdungs- und Belastungsanalyse (Anlage 4a-d) einschließlich einer umfangreichen ergonomischen Beurteilung jedes Arbeitsplatzes (Anlage 6 und 7).
Auf der Grundlage dieser Daten wird durch den Gesundheitsdienst ein Gefährdungs – und Belastungsatlas erstellt, auf Welchen mit Hilfe von Farbzuordnungen visualisiert wird, ob Expositionen bestehen und ob Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Gleichzeitig kennzeichnen Farben die Möglichkeit des Einsatzes von leistungsgeminderten/schwerbehinderten Arbeitnehmern, erforderliche arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen der Berufsgenossenschaft und die Ergebnisse der ergonomischen Bewertung.
In der Auswertung der erhobenen Daten sollten dann Maßnahmen zur Umgestaltung von roten Arbeitsplätze in gelbe und gelbe Arbeitsplätze in grüne erfolgen, sowie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (Anlage 8) abgeleitet werden. Im Rahmen des Mitarbeitermatching werden die für leistungseingeschränkte/schwerbehinderte Arbeitnehmer erstellten Mitarbeiterprofile (Anlage 5) mit den erarbeiteten Arbeitsplatzprofilen (Anlage 3) verglichen. Zielstellung ist hierbei ein 100 % produktiver und leidensadäquater Einsatz aller Arbeitnehmer.
Zur Kontrolle des Systems müssen Veränderungen an den Arbeitsplätzen in der Datei dokumentiert werden (Anlage 9). Ergänzend erstattet der Gesundheitsdienst regelmäßig auf den Sitzungen des Arbeitssicherheitsausschusses Bericht über die Umsetzung des Gefährdungs – und Belastungsmanagements im Werk (Anlage 10).
Weitere Informationen sind dem Poster, der ausführlichen Projektbeschreibung und den Anlagen zu entnehmen.
Wirksamkeit der Ergebnisse
Im MAN Werk Salzgitter wurden noch nie so intensiv und umfangreich die Arbeitsplätze ergonomisch umgestaltet, wie seit der Einführung des beschriebenen Management–Systems.
Gleichzeitig reduzierten sich kontinuierlich sowohl die Verbandbucheintragungen als auch die meldepflichtigen Unfälle.
Kosten/Nutzen
Die Einführung des Managementsystem erfordert keine zusätzlichen Investitionen, da sowohl das Personal als auch die PC-Technik in jedem Unternehmen vorhanden sind.
Kosteneinsparung durch Verringerung der Lohfortzahlung in vielen Krankheitsfällen durch leidensadäquaten Einsatz der Arbeitnehmer und Verringerung der Unfallhäufigkeit.
Weitere InformationenAusführliche Projektbeschreibung
Leitfaden Ergonomie Gesundheit
Mitarbeiterprofil Mustermann Lisa




