Projekt ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung entlang der Wertschöpfungskette 11.09.2010
Unternehmen: Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Thema: Ganzheitliche prozessorientierte Gefährdungsbeurteilung - Best Practice Beispiel: Halter für Anschlag-Ketten
Unternehmen
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Bereich: Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen
Ehinger Straße 200
47251 Duisburg
Aufgabe
Mit rund 3.000 Mitarbeitern produziert das Unternehmen in Duisburg heute mehr als 5,6 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr. Das Liefer- und Leistungsspektrum von HKM umfasst Brammen von mehr als zwei Metern Breite und bis zu zwölf Metern Länge. Röhrenrundstahl wird mit Durchmessern von 180 bis 406 Millimetern und Längen bis zu 14 Metern gefertigt. Alle Anlagen und Werksteile sind nach den internationalen Normen DIN EN ISO 14001 für Umwelt, DIN EN ISO 9001 für Qualität und OHSAS 18001 für Arbeitssicherheit zertifiziert.
Aufgabe: Entwicklung einer Struktur für alle Blickwinkel entlang der Wertschöpfungskette
Die aus unterschiedlichen Regelwerken geforderten Gefährdungsbeurteilungen wurden durch ein Projekt ganzheitlich zusammengeführt.
Problem
Die aus unterschiedlichen Regelwerken entstanden Gefährdungsbeurteilungen stehen wie "Flickenteppiche" nebeneinander und sind schwer pflegbar durch die Führungskräfte.
Lösung
Entwicklung einer Systematik, Prozessorientierte ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung. Die Risiken werden in ihrer Gesamtheit analysiert und beurteilt. Dies führt dazu, dass ein integrierter Ansatz zur Analyse am Arbeitsplatz stattfindet.
Bei der Größe des Unternehmens war es notwendig eine webbasierte Datenbank zu entwickeln. Das integrierte Management Informationssystem (IMIS) bildet nach Aufnahme der Prozessbeschreibung die Grundlage für die Erfassung der Gefährdungsbeurteilung. Durch die zentrale Ablage von Mustertexten wird es für die verantwortlichen Teilprozessleiter erheblich einfacher, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, ihre Mitarbeiter zu informieren sowie ihren Prozess zu verbessern und sicherer zu machen.
Weitere siehe Bewerbungsbroschüre …
Wirksamkeit der Ergebnisse
In der beiliegenden Bewerbungsbroschüre wird ein Beispiel vorgestellt, bei der alle Phasen beschrieben werden wie:
- Ermittlung und Bewertung der Gefahren
Es werden die Gefahren in Zusammenarbeit mit den Betrieben analysiert und gemeinsam bewertet. Hier zu führt die Systematik der IMIS-Datenbank den Mitarbeiter, um reproduzierbare und objektive Ursachen zu ermitteln. Hier wurden Handquetschgefahren ermittelt. Die Anschlagketten liegen auf den Boden. Daher ist es schwierig und gefährlich die schweren Ketten in den Kranhaken zu heben. - Maßnahmen ableiten
Zusammen mit den Führungskräften werden praxisorientierte Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Termin abgeleitet und in der IMIS-Datenbank verwaltet. Die Umsetzung der Maßnahmen werden von Fachabteilungen begleitet. Ein Erledigungsmanagement verifiziert die Abarbeitung und unterstützen die Führungskräfte das System weiter zu entwickeln. Hier wurde der Bau einer Halterung für die Anschlag-Ketten als Maßnahme festgelegt. - Kommunikation mit Mitarbeitern und Fremdfirmen
Ein wichtiger Bestandteil ist eine intensive Kommunikation mit Mitarbeitern und Fremdfirmen, um die ermittelten Gefahren, Ursachen und vor allem die Schutzmaßnahmen zu schulen. Hier werden mittels Unterweisungshilfen die Gefahren, Ursachen und Schutzmaßnahmen mit den Mitarbeitern kommuniziert. - Synergieeffekte nutzen
Um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im gesamten Unternehmen zu erreichen, müssen Synergien genutzt werden. Durch eine gelebte "Best Practice" Kultur werden Schutzmaßnahmen in andere Bereiche des Unternehmens überführt.
Weiter siehe Bewerbungsbroschüre … "Best Practice"-Artikel aus der Mitarbeiterzeitung.
Kosten/Nutzen
Kosten: 0,015% des Umsatzes
Nutzen (menschlich): Arbeitserleichterung, Entbürokratisierung
Nutzen (sozial): Schaffung Rechtsicherheit
Nutzen (wirtschaftlich): Prozessverbesserung




