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Neu im Betrieb: Systematische Risikominimierung beim Fremdfirmeneinsatz 19.09.2010

Unternehmen: ExxonMobil Production Germany GmbH
Thema: Organisation Fremdfirmeneinsatz; Kontraktoren; Wartung und Instandsetzung durch Dienstleister

Unternehmen

ExxonMobil Production Germany GmbH
Riethorst 12
30659 Hannover

Aufgabe

Einsatz von Fremdunternehmen (Kontraktoren) für Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie für verwandte Dienstleistungen

Problem

Wie in fast allen Industriezweigen werden auch in der deutschen Erdöl- und Erdgasindustrie seit vielen Jahren bei der Durchführung von Großreparaturen und für die Erledigung von speziellen Dienstleistungen Mitarbeiter von Fremdfirmen eingesetzt. Dabei wurde deutlich, dass das Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, für diese Mitarbeiter immer dann besonders stark ausgeprägt ist, wenn sie weniger als ein halbes Jahr in ihren Unternehmen tätig sind und noch nicht über ausreichende Erfahrungen in der Erdöl- und Erdgasindustrie verfügen.

Lösung

Im Unternehmen ExxonMobil Production Deutschland GmbH wurde eine Initiative ergriffen, um Führungskräfte und Mitarbeiter sowohl von Fremdfirmen als auch im eigenen Unternehmen für dieses Thema zu sensibilisieren. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt: So sind "neue" Mitarbeiter durch erfahrene Kollegen bei Ausführung der Arbeiten zu begleiten. Auch muss das Auftrag nehmende Unternehmen den Auftraggeber rechtzeitig vor Arbeitsantritt über Anzahl, Qualifikation, durchgeführte Unterweisungen und tätigkeitsspezifische Trainings dieser Mitarbeiter schriftlich informieren. Der Status "neuer Mitarbeiter" währt ein halbes Jahr und wird durch einen Vermerk in einem Sicherheitspass, den jeder Beschäftigte der Erdöl- und Erdgasindustrie bei sich hat, sowie durch einen Helmaufkleber kenntlich gemacht. Zeitgleich wurden in den Betrieben von ExxonMobil Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter und Führungskräfte durchgeführt, in denen die sicherheitstechnischen Probleme beim Einsatz von unerfahrenen Mitarbeitern thematisiert und die vom Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen vorgestellt wurden.

Wirksamkeit der Ergebnisse

Der Prozess läuft seit September 2008. Er wurde seither auf die Besonderheiten der einzelnen Anlagen und Prozesse abgestimmt. Unklarheiten in der Startphase wurden beseitigt.
Mit der Initiative wird ein in vielen Unternehmen bestehendes Arbeitsschutzdefizit bezüglich des Einsatzes von Fremdfirmen systematisch analysiert und einer Lösung zugeführt. Statistiken belegen, dass gerade Mitarbeiter von Fremdfirmen, die noch kein halbes Jahr in ihrem Unternehmen beschäftigt sind, einem besonders hohen Unfallrisiko ausgesetzt sind. Die hier entwickelte und umgesetzte Initiative wirkt in doppelter Hinsicht: Sie nimmt die Führungskräfte von Fremdfirmen in die Pflicht, sich mit diesem Thema intensiv zu beschäftigten, und sensibilisiert die eigenen Beschäftigten, ein besonderes Augenmerk auf "neue" Kollegen von Auftragnehmern zu richten.

Kosten/Nutzen

  • Vermeidung von Unfällen der Mitarbeiter von Kontraktoren sowie des Stammpersonals.
  • Dadurch Vermeidung von menschlichem Leid, Arbeitsausfall und Produktivitätsstörungen.
  • Vermeidung von Behandlungs-, Rehabilitations- und Rentenkosten
  • Vermeidung von Störungen der Betriebsabläufe durch Unfälle und Sachschäden bei Wartung, Reparaturen und verwandten Dienstleistungen.
Weitere Informationen
Artikelaktionen
Ansprechpartner

Im Unternehmen:

Herr Thilo Behla
Tel.: (+49) 0511 6412279
Fax: (+49) 0511 6411064
E-Mail: thilo.behla@exxonmobil.com

Beim Informationsanbieter:

Herr Peter Schrandt
Tel.: (+49) 511 7257-750
Fax: (+49) 511 7257-791
E-Mail: peter.schrandt@bgrci.de