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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
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Bestellung von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2

Deckblatt zur DGUV Vorschrift 2Seit dem 1. Januar 2011 regelt die DGUV Vorschrift 2 die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung und konkretisiert damit die allgemeinen Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG).

Neben der erforderlichen Fachkunde beschreibt die Vorschrift vor allem die Aufgaben der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung sowie die verschiedenen Betreuungsmodelle. Stärker als bisher richten sich nun der Betreuungsumfang und die Betreuungsleistungen an den betrieblichen Gefährdungen und Gegebenheiten aus.

Im Folgenden soll ein Überblick über die in der Vorschrift geregelten unterschiedlichen Betreuungsmodelle gegeben werden. Näheres zu den einzelnen Modellen finden Sie in entsprechenden Unterrubriken.

Betreuungsmodelle

Grundsätzlich haben Sie drei Betreuungsmodelle zur Auswahl: 

  1. Regelbetreuung für Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten:
    Grundbetreuung* + anlassbezogene Betreuung
    weitere Informationen ...
  2. Regelbetreuung für Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten:
    Grundbetreuung* + betriebsspezifische Betreuung
    weitere Informationen ...
  3. Alternative bedarfsorientierte Betreuung für Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten
    weitere Informationen ...

* Der Begriff der Grundbetreuung wird sowohl für die Regelbetreuung in Kleinstbetrieben mit bis zu 10 Beschäftigte als auch für die Regelbetreuung in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten verwendet. Es unterscheiden sich allerdings die Inhalte, Umfänge und Häufigkeit der jeweiligen Grundbetreuung.

Betreuungsmodell und Unternehmensgröße

Bezogen auf die Unternehmensgröße haben Sie folgende Möglichkeiten für die Wahl eines geeigneten Betreuungsmodells:

  • Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern:
    Regelbetreuung (Grundbetreuung + anlassbezogene Betreuung)
    oder
    alternative bedarfsorientierte Betreuung
  • Betriebe mit 11 - 50 Beschäftigten:
    Regelbetreuung (Grundbetreuung + betriebsspezifische Betreuung)
    oder
    alternative bedarfsorientierte Betreuung
  • Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten:
    Regelbetreuung (Grundbetreuung + betriebsspezifische Betreuung)

Einen groben Überblick über die Wahlmöglichkeiten und die jeweiligen Vorraussetzungen für die Wahl eines Betreuungsmodells soll Tabelle 1 vermitteln. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unseren Rubriken zu den einzelnen Betreuungsmodellen.

Tabelle 1. Übersicht der Betreuungsmodelle nach DGUV Vorschrift 2
Unternehmen
(nach Anzahl Beschäftigte)
Regelbetreuung Alternative bedarfsorientierte Betreuung
(Unternehmermodell)
≤ 10

Grundbetreuung
Basisleistungen nach ASiG
(keine Zeitvorgabe: Einsatzzeiten nicht von Anzahl Beschäftigte abhängig, sondern von tatsächlich existierenden Gefährdungen,
jedoch: feste Betreuungsfristen je nach Betreuungsgruppe)
+
Anlassbezogene Betreuung
Basis: Betreuung durch einen Betriebsarzt und/oder Fachkraft für Arbeitssicherheit bei besonderen Anlässen

Konkrete Angaben: Anlage 1

Basis:
  1. Teilnahme an
    • Motivations-,
    • Informations- und
    • Fortbildungsmaßnahmen
      ensprechend der vom UV-Träger fesgelegten Betreuungsgruppe
  2. bedarfsorientierte Betreuung
    • auf Basis der Gefährdungsbeurteilung
      (Unternehmer entscheidet selbst über Notwendigkeit und Betreuungsumfang)
    • bei besonderen Anlässen
  3. Schriftliche Nachweise über
    • Teilnahme an Maßnahmen
    • durchgeführte Gefährdungsbeurteilung
    • Berichte nach § 5, DGUV V2
Konkrete Angaben: Anlage 3 oder 4
 11 ≤ 50

Grundbetreuung
Basis: Katalog mit 9 Gruppen von Aufgabenfeldern,
siehe Anhang 3
(Zeitvorgabe nach Betriebsart und Anzahl Beschäftigte )
+
Betriebsspezifische Betreuung
Basis: Leistungskatalog mit 16 Aufgabenfeldern, siehe Anhang 4
(keine Zeitvorgabe: Unternehmer entscheidet selbst über Inhalt und Umfang)

konkrete Angaben: Anlage 2

Wie bei Unternehmensgröße ≤ 10

Konkrete Angaben: Anlage 3

> 50

Wie bei Unternehmensgröße 11 ≤ 50

konkrete Angaben: Anlage 2

Nicht wählbar!

 

Hinweis:Die DGUV Vorschrift wird durch Anlagen und Anhänge konkretisiert. Werden diese angewendet, so kann davon ausgegangen werden, dass die verpflichtenden Vorschriften in ausreichender Qualität umgesetzt werden.

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Weitere Informationen

Interaktive Lerneinheit zur DGUV Vorschrift 2
Einführung, Hintergrundinformationen und Vorgehensweise

Online-Handlungshilfe zur Ermittlung des Betreuungsbedarfs gemäß DGUV Vorschrift 2
unterstützt Unternehmen bei der Ermittlung, Aufteilung, Vereinbarung, Dokumentation und Überprüfung der Betreuungsleistungen in der Regelbetreuung für Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten gemäß DGUV Vorschrift 2, Anlage 2.

Häufig gestellte Fragen zur Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" - DGUV Vorschrift 2

DGUV Vorschrift 2 - Hintergrundinformation für die Beratungspraxis
(Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V.)

Vollständige Liste der Zuordnung der Betriebsarten zu den Betreuungsgruppen mit den Angaben aller Unfallversicherungsträger gemäß Anlage 2 Abschnitt 4 des Mustertextes der DGUV Vorschrift 2 in der Fassung vom 22.7.2010.

Tipps und Hinweise zur Erstellung von Betriebsvereinbarungen zur Umsetzung der DGUV Vorschrift 2