Thermische Gefährdungen

Unfälle mit kalten oder heißen Medien haben in der Regel akute und für die Betroffenen nachhaltige Wirkungen zur Folge. Außer der hohen unmittelbaren Schmerzwirkung sind Verletzungen mit schwer heilenden Wunden, Infektionsgefahr und Narbenbildung die Folge. Auch können durch die Schreckreaktion beim Berühren Sekundärschäden wie Sturz- und Stoßunfälle verursacht werden.
An Maschinen, Geräten, Werkzeugen und Anlagen ist mit dem technologisch bedingten Auftreten
- von sehr kalten oder heißen Oberflächen (zum Beispiel an Glühöfen, Herdplatten, Kesselanlagen, Trockeneis),
- von Medien (zum Beispiel Metallschmelzen, siedendes Wasser oder Fett, Kältemittel) sowie
- von Emissionen (zum Beispiel Heißdampf)
zu rechnen.
In allen Fällen kann ein direkter Hautkontakt oder das Einatmen dieser Medien zu akuten Schädigungen durch lokale Erfrierung beziehungsweise Verbrennen/Verbrühen der Haut führen.
Bei der Gestaltung der Arbeit sind Maßnahmen zu treffen, die das Auftreten und falls dies nicht möglich ist, einen direkten Kontakt mit kalten oder heißen Oberflächen beziehungsweise Emissionen vermeiden.




