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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
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Arbeitsschutzmaßnahmen

Beurteilung der Exposition

Eine geschlossene Darstellung aller Schutzmaßnahmen für den gesamten EMF-Bereich ist nicht möglich. Zur Beurteilung der Exposition von Arbeitnehmern an Arbeitsplätzen mit EMF ist die DIN EN 50499:2009-11 (Verfahren für die Beurteilung der Exposition von Arbeitnehmern gegenüber elektromagnetischen Feldern) anzuwenden.

Einsatz sicherer Arbeitsmittel

Voraussetzung für eine sichere Arbeit ist, dass beim Einsatz von Bauteilen, Geräten, Maschinen und Komponenten beziehungsweise Anlagen Gefährdungen durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder) verhindert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass sie die genormten sicherheitstechnischen Eigenschaften beziehungsweise Anforderungen erfüllen.

Abstand, Schutzausrüstungen

Ist eine Einhaltung der Grenzwerte nicht möglich, sind die Abstände zur Quelle zu vergrößern, die Einsatzzeiten zu verkürzen, gegebenenfalls persönliche Schutzausrüstungen (Schutzkleidung, Schutzbrillen) anzuwenden beziehungsweise alternative Arbeitsverfahren anzuwenden.

Die Norm EN 12198-1 "Sicherheit von Maschinen; Bewertung und Verminderung des Risikos der von Maschinen emittierten Strahlung" ergänzt im Teil 1 "Allgemeine Prinzipien" die allgemeinen Anforderungen der EG-Maschinenrichtlinie und enthält unter anderem ein Verfahren zur Bewertung des Risikos, das von der Strahlenemission von Maschinen ausgeht.

Für den Schutz gegen hochfrequente elektromagnetische Felder gilt die DIN 32780-100 "Schutzkleidung" (siehe BGI 844 "Einsatz von Schutzkleidung gegen Einwirkung durch hochfrequente elektromagnetische Felder im Frequenzbereich 80 MHz - 1 GHz").

Kennzeichnung

Kennzeichnung und Zutrittsbeschränkung von Räumen ist bei Feldern mit großen Feldstärken zu fordern.

Beauftragte

Für das sichere Betreiben von Einrichtungen mit Feldern großer Feldstärke sind gegebenenfalls spezielle Beauftragte für die Sicherheit zu bestellen.

Messung

Messungen vor Ort sind in jedem Fall schwierig und verlangen ein umfangreiches Fachwissen und große Erfahrung, deswegen sind sie von Spezialisten durchzuführen. Einige Anwender haben als Auflage ausreichende eigene Messgeräte vorzuhalten und bestimmte Messungen durchzuführen.

Hinweise zur Messstrategie elektromagnetischer Felder sowie ein Messprotokoll können nachfolgend entnommen werden.

Zur Beurteilung der Gefährdung durch EMF sind orientierende Messungen durchzuführen. Nach größeren Reparaturen und/oder Änderungen der Betriebsparameter der Anlage sind die Messungen zu wiederholen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Messungen durch Berechnungen ersetzt werden. Dazu sind Regelungen für elektromagnetische Felder in der DIN EN 50413:2008 enthalten.

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Weitere Informationen

Quelle

"Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung"
Broschüre der BAuA

Autoren:

  • Dr. rer. nat. H. Neuschulz
  • Dr. med. I. Ruppe
  • Dipl.-Phys. K. Hentschel

Ansprechpartner: