Arbeitsschutzmaßnahmen
Vermeidung des Kontaktes
Der einfachste und wirksamste Schutz vor physikalischen Explosionen ist die Vermeidung des Kontaktes von heißer und kalter Flüssigkeit. In den Gießereien und Metallhüttenbetrieben wird hierzu schon seit langer Zeit folgendes praktiziert:
- Masseln, Kokillen und Altmetall trocknen.
- Bei Druckabfall im Kühlwasserkreislauf sollte eine automatische Schnellschlussschaltung aktiviert werden. Der Gießvorgang ist dann abzubrechen.
- Gießtische trocken halten.
- Ausführung von Notauffanggruben mit Drainageschicht entsprechend VDG-Merkblatt S 80.
Granulierung und Abkühlung der Schmelze
In einem Granulator werden folgende Maßnahmen gegen Explosionen vorgenommen:
- Einstellen und Überwachen einer Mindestfließgeschwindigkeit und limitierter Temperatur des Wassers zur schnellen Abkühlung der Schmelze und Verhinderung von Wassereinschlüssen durch Schmelzeablagerungen;
- Verriegelung der Zugabe der Schmelze über den Wasserstrom und die Wassertemperatur.
Sekundäre Schutzmaßnahmen
Zu den Maßnahmen zur Vermeidung einer physikalischen Explosion sollten unbedingt Sekundärschutzmaßnahmen gegen die Auswirkung der Druckwelle ergriffen werden. Diese sind zum Beispiel Schutzkabinen mit Sicherheitsverglasung zur Einhausung des Steuerstandes und Druckentlastungseinrichtungen am Granulator.
Bei Ablöschung von flüssiger Schlacke sollte auf:
- großflächige Ausbreitung der Schlacke auf trockenem Untergrund und
- leichtes Besprühen mit Wasser gegen eine Grobvermischung beider Flüssigkeiten
geachtet werden.
Neben den Schutzmaßnahmen zur Vermeidung einer physikalischen Explosion kommen Maßnahmen als Schutz gegen deren Auswirkungen wie:
- Schutzschirme,
- Schutzdächer,
- Schutzkabinen mit Sicherheitsverglasung für Steuerstände,
- Druckentlastungseinrichtungen für Anlagenkomponenten und
- eine druckfeste Bauweise von Reaktoren
zum Einsatz.




