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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
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Physikalische Explosionen

Einführung

Was sind physikalische Explosionen?

Zu einer physikalischen Explosion kann es kommen, wenn eine heiße Flüssigkeit (zum Beispiel Schmelze, aber auch Öl) mit einer kalten Flüssigkeit (zum Beispiel dem Kühlmittel Wasser) in Kontakt tritt und sich grob vermischt (Grobfragmente). Es bildet sich ein Dampffilm an der Grenzfläche zwischen heißem und kaltem Medium, der eine schnelle Wärmeübertragung verhindert. Bricht nun der Dampffilm zum Beispiel aufgrund eines Druckimpulses zusammen, kommt es zu einem extremen Wärmefluss und einer feinen Zerteilung (Feinfragmentation) der heißen Schmelze. Die feine Zerteilung bedingt eine große Oberfläche mit erhöhter Dampfbildung und Druckaufbau.

Abbildung 5.4-1. Ablauf einer physikalischen Explosion

Abbildung 5.4-1. Ablauf einer physikalischen Explosion.

Gesetzliche Vorschriften zur Gefährdungsbeurteilung

Physikalische Explosionen gehören nach § 7 Abs. 2 Satz 5 Gefahrstoffverordnung zu den stofflichen Gefährdungen und nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Betriebssicherheitsverordnung zu den Gefährdungen durch die Wechselwirkung von Arbeitsmitteln mit Arbeitsstoffen, die im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz berücksichtigt werden müssen. In der Technischen Regel für Betriebssicherheit "Gefährdungen durch Wechselwirkung" (TRBS 2210) werden unter Nr. 4.2.3 beispielhaft Schutzmaßnahmen gegen physikalische Explosionen aufgeführt.

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Quelle

"Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung"
Broschüre der BAuA

Autoren:

  • Dipl.-Ing. R. Fähnrich
  • Dipl.-Ing. B. Lafrenz

Ansprechpartner: