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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
Benutzerspezifische Werkzeuge
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Arbeitsschutzmaßnahmen - Gestaltung von Hardware

Auswahl und Gestaltung von Stellteilen

Die ergonomische Auswahl beziehungsweise Gestaltung von Stellteilen erfordert eine Analyse der Arbeitsaufgabe, da das Stellteil die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine/Rechner bildet.

Wichtige Parameter für die Stellteilauswahl sind beobachtbar:

  • Schnelligkeit,
  • Häufigkeit und
  • Genauigkeit von notwendigen Handlungen.

Weitere Parameter wie

  • Arbeitswiderstand,
  • Kraftrichtung,
  • Bewegungsform und
  • Bewegungsrichtung

können durch physikalische Messungen von Kräften oder Geschwindigkeiten ermittelt werden.

Anhand dieser Merkmale können anschließend geeignete Stellteile ausgewählt (oder konstruiert) werden. So wird sichergestellt, dass die erforderlichen Arbeitsschritte optimal auf die Körperstellung des Benutzers, dessen Handhaltung, Greifart oder auch Kopplungsart zwischen Benutzer und Stellteil abgestimmt sind.

Körperliche Überbelastung vermeiden

Körperliche Überbelastungen bei der Handhabung von mechanischen Stellteilen, zum Beispiel durch lang andauernde statische Haltearbeit, zu große Stellwege oder zu schnelle Bewegungsabläufe, sind zu vermeiden, vergleiche DIN EN 894-3, [2], [3], [4].

Rückmeldung gewährleisten

Eine ausreichende Rückmeldung nach Betätigung von Stellteilen ist zu gewährleisten, zum Beispiel durch:

  • Betätigungsmindestwiderstand bei manuell betätigten Stellteilen
  • (zusätzliche) Anzeigen bei motorisch angetriebenen Stellteilen

Sinnfälliges Zusammenspiel zwischen Hard- und Software

Auf die Sinnfälligkeit zwischen der Bewegung von Hardware, insbesondere Stellteilen, und der ausgelösten Wirkung beziehungsweise zwischen Hard- und Software (zum Beispiel Stellteilen und Anzeigen) ist zu achten:

  • Sinnfälligkeit zwischen Funktion und Bewegungsrichtung von Hardware (Stellteile und Rechner-Hardware) (siehe Tabelle 8.6-2)
  • Sinnfällige Bewegung von Stellteilen und Anzeigen (siehe Abbildung 8.6-1)

Anordnung von Stellteilen

Die Anordnung von Stellteilen muss den Handhabungsanforderungen entsprechen:

  • häufig zu betätigende sowie von ihrer Funktion her wichtige Stellteile (zum Beispiel NOT-AUS-Schalter) innerhalb des zentralen Greifraumes beziehungsweise Fußraumes anordnen
  • Stellteile, die entweder in ihrer Funktion (zum Beispiel alle Ventile) oder im Ablauf (zum Beispiel Inbetriebnahme eines Motors) zusammengehören, in Gruppen anordnen
  • bei Mehrmaschinenbedienung einheitliche Anordnung von Funktionen in den Bedienfeldern und in den Anzeigedisplays der zu bedienenden Maschinen anstreben

Vergleiche DIN EN ISO 6682, DIN EN 894-3, DIN EN 61310-3/VDE 01130-103, [4]

Kennzeichnung der Stellgrößen

Die zu verstellende Größe sowie die jeweilige Einstellung müssen eindeutig erkennbar und verständlich sein:

  • Kennzeichnung der Stellgröße durch Form, Größe, Oberflächenstruktur, Lage, Beschriftung, Farbe und Bildzeichen
  • Kennzeichnung der Einstellung durch Lage, Zeiger, Skalen beziehungsweise Weganfangs- und -endmarken, Stellwiderstand, zusätzliche optische und akustische Signale
     
Tabelle 8.6-2. Betätigungssinn und Anordnung von Stellteilen [3]
Funktion Bewegungsrichtung
ein aufwärts, nach rechts, vorwärts, im Uhrzeigersinn, ziehen (Zug- und Druckschalter)
aus abwärts, nach links, rückwärts, gegen den Uhrzeigersinn, drücken
rechts im Uhrzeigersinn, nach rechts
links gegen den Uhrzeigersinn, nach links
heben aufwärts, rückwärts
senken abwärts, vorwärts
einziehen aufwärts, rückwärts, ziehen
ausfahren abwärts, vorwärts, drücken
verstärken vorwärts, aufwärts, nach rechts, im Uhrzeigersinn
vermindern rückwärts, abwärts, nach links, gegen den Uhrzeigersinn
Ausnahme
Ventil öffnen gegen den Uhrzeigersinn
Ventil schließen im Uhrzeigersinn


Abbildung 8.6-1

Abbildung 8.6-1. Sinnfällige Zuordnungen der Bewegungsrichtung von Drehknöpfen zur Zeigerbewegung bei Anzeigen mit fester Skala (BGI 523 "Mensch und Arbeitsplatz" und [3]).

Unbeabsichtigte Betätigung vermeiden

Ein unbeabsichtigtes Betätigen von Stellteilen ist zu verhindern, zum Beispiel durch:

  • hinreichenden Stellwiderstand (Stellkraft)
  • eine vor dem Stellen zu lösende Sperre
  • versenkten Einbau des Stellteils
  • Stellrichtung verschieden von der Berührungsrichtung
  • Einbau an Stellen geringer Berührungswahrscheinlichkeit
  • hinreichenden Abstand von anderen Stellteilen
  • Abdeckung des Stellteils
  • Verschließen des Stellteils

Anzeigen

Für die Interaktion des Menschen mit der (haptischen / greifbaren) Hardware sind akustische und optische Anzeigen für den Informationsaustausch wichtig. Weitere Kriterien zur Gestaltung virtueller Anzeigen befinden sich im Abschnitt "Arbeitsschutzmaßnahmen - Gestaltung von Software".

Akustische Informationen

Akustische Informationen müssen sich ausreichend von Umgebungsgeräuschen abheben:

  • Schallpegel von Gefahrensignalen (Warnsignalen, Notsignalen):
    • A-Schallpegel des Signals: mindestens 15 dB höher als der A Schallpegel des Störgeräusches
    • A-Schallpegel des Gefahrensignals sollte nicht kleiner als 65 dB sein

Vergleiche auch DIN EN 981, DIN EN ISO 7731

  • Schallpegel zur Sprachverständigung:
    • A-Schallpegel der Sprache (beim Hörer) sollte 2 dB(A) (befriedigend) bis 10 dB(A) (gut) höher sein als der A-Schallpegel des Umgebungsgeräusches
    • Nachhallzeit sollte für Büroräume 0,5 -1,0 sek, für Fertigungsräume 2,0 sek unterschreiten

Vergleiche auch  DIN EN ISO 7731, DIN EN ISO 9921, DIN 33404-3

Optische Informationen

Optische Informationen müssen ausreichend sichtbar sein:

  • Gefahrensignale (Warnsignale, Notsignale):
    • Leuchtdichte des Warnsignals bei Leuchtflächen ≥ 5 x Leuchtdichte des Hintergrundes
    • Leuchtdichte des Notsignals bei Leuchtflächen ≥ 2 x Leuchtdichte des Warnsignals
    • bei punktartigen Strahlungsquellen ist die erforderliche Beleuchtungsstärke in Abhängigkeit vom Hintergrund festzulegen (vergleiche DIN EN 842)
    • störende Umgebungsfaktoren, zum Beispiel Dämpfe, Rauche, Nebel beachten
  • Anordnung:
    • nahe der Gefahrenquelle
    • direkt gegebene Signale möglichst im Gesichtsfeld
    • Auftreten von Blendung, Spiegelung, Abschattung vermeiden
  • Anordnung von Anzeigeeinrichtungen:
    möglichst im Gesichtsfeld, gruppiert nach
    • Wichtigkeit der Anzeige
    • Häufigkeit der Benutzung
    • Ablesefolge

Vergleiche auch DIN EN 981, DIN EN 842, DIN EN 894-2,
DIN EN 61310-1/VDE 0113-101, DIN 67510-2 bis 4, DIN EN ISO 10075-2

Grafische Symbole

Graphische Symbole für Sicherheitszeichen am Arbeitsplatz: siehe BGV A8, Anhang I Nr. 2 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) (Branchenspezifische Symbole werden hier nicht erfasst). Weitere Hinweise zur Gestaltung von grafischen Symbolen siehe DIN 461, DIN 43790, DIN 80416 Teile 1 bis 4.

Farbgestaltung

Farbliche Gestaltung als Informationsträger nach [5], [6], zum Beispiel:

  • psychologische Wirkung von Farben beachten, zum Beispiel
    • bei monotonen reizarmen Tätigkeiten sowie bei großen Räumen mit wenig Tageslicht und bei niedrigen Temperaturen und Geräuschpegeln warme und anregende Farben einsetzen;
    • bei schwerer körperlicher Arbeit, bei betriebsamen, eher hektischen Tätigkeiten in kleinen Räumen mit viel Tageslicht (zum Beispiel mit Südfenstern), bei hohen Temperaturen und bei hohem Geräuschpegel kühle und beruhigende Farben einsetzen (Wirkung von Farben im Abschnitt "Arbeitsschutzmaßnahmen - Gestaltung von Software")
    • Farbgebung von Maschinen und Anlagen: farbliche Abhebung wichtiger Elemente der Maschinen/Anlagen, zum Beispiel Bedienteile oder Not-Halt-Stellteile, vom Hintergrund  (Kontrastverhältnis maximieren)
    • Vergleiche auch DIN EN 61310-1, DIN 2403

Näheres zur Farbgestaltung im Abschnitt "Arbeitsschutzmaßnahmen - Gestaltung von Software".

Verständlichkeit und Unterscheidbarkeit von Informationen

Die Informationen müssen verständlich und voneinander unterscheidbar sein:

Gefahrensignale

Kriterien für Gefahrensignale (Warnsignale, Notsignale):

  • Gefahrensignale müssen eindeutig sein
  • Gefahrensignale müssen deutlich von anderen Signalen und voneinander unterscheidbar sein- nach Möglichkeit Kopplung von zwei Wahrnehmungskanälen (2-Kanal-Prinzip)
  • Gestaltungsempfehlungen zur Lichtfarbe:
    • Warnsignal: gelb oder rot je nach Dringlichkeit
    • Notsignal: rot; wenn gleichzeitig Warnsignal rot auftritt → Anforderungen an Notsignal gemäß DIN EN 842:
      • mindestens doppelte Intensität
      • Blinken
      • Verdopplung in der gleichen Signaleinrichtung
      • nach Möglichkeit Kopplung mit akustischen Signalen
  • Gestaltungsempfehlungen zur Anordnung:
    • relative Position der Leuchte, wenn mehrere Signalleuchten in einer Signalrichtung angeordnet sind:
      • rotes Signal über gelben Signal anordnen;
      • zwei rote Signale horizontal anordnen

Vergleiche auch DIN EN 981, DIN EN ISO 7731, DIN EN 842, DIN 33404-3

Sinnfälligkeit bei der Anzeige von Informationen

Die Sinnfälligkeit zwischen der Gestaltung von Anzeigen und erwarteter Information muss ausreichend sein, so dass der Decodierungsaufwand bei der Informationsverarbeitung gering ist [3], siehe z.B. Abbildung 8.6-2.

Anordnung von Stellteilen

Die Anordnung von Stellteilen muss den Handhabungsanforderungen entsprechen:

  • häufig zu betätigende sowie von ihrer Funktion her wichtige Stellteile (z. B. NOT-AUS-Schalter) innerhalb des zentralen Greifraumes bzw. Fußraumes anordnen
  • Stellteile, die entweder in ihrer Funktion (z. B. alle Ventile) oder im Ablauf (z. B. Inbetriebnahme eines Motors) zusammengehören, in Gruppen anordnen
  • bei Mehrmaschinenbedienung einheitliche Anordnung von Funktionen in den Bedienfeldern und in den Anzeigedisplays der zu bedienenden Maschinen anstreben

Vergleiche DIN EN ISO 6682, DIN EN 894-3, DIN EN 61310-3/VDE 01130-103, [4]

Kennzeichnung der Stellgrößen

Die zu verstellende Größe sowie die jeweilige Einstellung müssen eindeutig erkennbar und verständlich sein:

  • Kennzeichnung der Stellgröße durch Form, Größe, Oberflächenstruktur, Lage, Beschriftung, Farbe und Bildzeichen
  • Kennzeichnung der Einstellung durch Lage, Zeiger, Skalen bzw. Weganfangs- und -endmarken,

Stellwiderstand, zusätzliche optische und akustische Signale

Abbildung 8.6-2

Abbildung 8.6-2. Sinnfällige Zuordnung von Zeigerbewegung zu Funktionsänderung bei Anzeigen mit fester Skala und bewegtem Zeiger [3].


Tabelle 8.6-3. Eignung gebräuchlicher Analog- und Digitalanzeigen [7]

Tabelle 6-3. Eignung gebräuchlicher Analog- und Digitalanzeigen

Sicherheitskritische Prozessmerkmale

Sicherheitskritische Prozessmerkmale sollten den Beschäftigten in ihrer Bedeutung und hinsichtlich der erforderlichen Handlungen besonders erläutert werden (zum Beispiel Gerüche, Beschleunigungen, Schwingungen als Anzeichen von Überlastung von Maschinen oder von undichten Rohrleitungen).

Rechner-Hardware: Bildschirm

Als besondere Schnittstelle wird nachfolgend die Rechner-Hardware betrachtet. Sie findet sich nicht nur an klassischen Bildschirmarbeitsplätzen in herkömmlichen Büros, sondern in vielen anderen Arbeitsbereichen, zum Beispiel an CNC-Maschinen, an medizinischen Geräten wie CT und MRT, zur Prozessüberwachung und -steuerung und so weiter.

Bildschirmgröße

Bei Flachbildschirmen (LCD oder LED) entspricht die sichtbare Bildschirmdiagonale der angegebenen. Daher dürfen LCD-Monitore bis zu 2 Zoll kleiner sein (siehe Abschnitt Bildschirmgehäuse).

Die Bildschirmgröße ist in Abhängigkeit von der zu bearbeitenden Aufgabe zu wählen. Beispielsweise wird empfohlen, für Schreibarbeiten in bedeutendem Umfang, Monitore zu verwenden, welche DIN A4 Seiten in 100% als ganze Seite darstellen können. Bei Monitoren kleiner 27 Zoll kann dies auch durch Verdrehen des Monitors auf Hochformat erreicht werden. Hierfür empfiehlt es sich, einen zweiten Monitor am Arbeitsplatz bereitzustellen (siehe BGI 650).

Schriftgröße

Die Schriftgröße dem Sehabstand (mind. 50 cm) zum Bildschirm anpassen:

Die Zeichenhöhe (Großbuchstaben ohne Oberlänge) sollte einem Sehwinkel von mind. 22 Bogenminuten (Erkennbarkeit) und max. 31 Bogenminuten (flüssiges Lesen) entsprechen. Bei angenommener Zeichenhöhe von 27 Bogenminuten ergibt sich eine Näherung von:
Zeichenhöhe (in mm)   =  Sehabstand x 8 (in m)

Die ausreichende Schriftgröße darf nicht über die Aufösung des Monitors erreicht werden, sondern sollte über die Software einstellbar sein (entweder Betriebssystem oder programmspezifisch).

Die Verwendung einer Lupenfunktion ist nicht für das kontinuierliche Arbeiten empfohlen, sondern nur in Ausnahmen oder bei entsprechenden Sehbehinderungen zu verwenden.

Farbverschiebungen, Verzerrungen

Mittels Farbtemperaturauswahl kann das dargestellte Farbspektrum nach Rot oder Blau verschoben werden. Die Farbtemperatur des Monitors sollte eine natürliche Farbwiedergabe ermöglichen.

  • Farbbildschirme mit CRT-Technologie weisen zudem oft Konvergenzfehler (Farbverschiebungen, farbige Ränder) und Linearitätsfehler (Verzerrungen) auf, die die Zeichenschärfe negativ beeinflussen (siehe Abschnitt "Arbeitsschutzmaßnahmen - Gestaltung von Software").

Flimmern

LCD Geräte sind aufgrund ihrer technisch baulichen Eigenschaften immer flimmerfrei.

  • Bei CRT-Geräten ist die Flimmerfreiheit durch geeignete Bildschirmauflösung und Bildwiederholfrequenz zu erreichen (Tab. 8.6-4)
Tabelle 8.6-4. Empfehlungen zur Bildschirmgröße und Auflösung bei CRT-Bildschirmen (BGI 650)
Bildschrimgröße
(Außenmaß)
empfohlene Auflösung
(Zeilen x Spalten)
mindestens notwendige
Bildwiederholungsfrequenz
 15 Zoll mindestens 600 x 800 mindestens 85 Hz
 17 Zoll mindestens 1024 x 768 mindestens 85 Hz
 19 Zoll mindestens 1280 x 1024 mindestens 100 Hz
 21 Zoll mindestens 1280 x 1024 mindestens 100 Hz

Besonderheiten von Flach-Bildschirmen

Bei Flach-Bildschirmen auf Folgendes achten:

  • Aktivmatrixbildschirme (TFT) verwenden, die Nachleuchtspuren (ghosting) und die dadurch verursachte schlechte Erkennbarkeit von Zeichen konstruktionsbedingt reduzieren
  • Je nach Anwendungsfall sollte auf eine geringe Reaktionszeit geachtet werden, um bei schnellen Bildwechseln das Verwischen von Bildelementen zu vermeiden (ghosting)
  • Geräte wählen, bei denen die Bildgüte nicht oder nur gering vom Blickwinkel beeinflusst wird (horizontal und vertikal)
  • Nur die native Auflösung verwenden, da Zeichen sonst unscharf werden. Diese Unschärfe führt zu ständigen Akkomodationen der Augen und trägt somit zur Erhöhung der visuellen Belastung bei.
  • Bei hochauflösenden Monitoren auf ausreichende Zeichengröße achten (Zeichengröße nicht über Auflösung einstellen, sondern über Auswahl größerer Zeichendarstellung mittels Software)
  • Bildschirmhelligkeit nicht zu hoch wählen (Kontrastverhältnis zwischen Bildschirmhintergrund und Bildschirm zwischen 1/3 bis 1/10, siehe DIN 5035-7)
  • Geeignete Farbtemperatur wählen, um Natürlichkeit der Farbwiedergabe zu unterstützen
  • Monitore bevorzugt mit höhenverstellbarem und neigbarem Stand wählen

Besonderheiten von CRT-Monitoren

Bei CRT-Geräten auf Folgendes achten:

  • hohe Bildstabilität (kein Zittern, kein Springen von Bildpunkten)
  • gute Zeichengeometrie auf dem gesamten Bildschirm und insbesondere in den Eckbereichen

Entspiegelung

  • bei Flachbildschirmen, Modelle ohne glänzende Vorsatzscheiben wählen (z.B: High Gloss LCD, Ultra Bright LCD, usw.)
  • glänzende oder spiegelnde Stellen des Bildschirmgehäuses vermeiden (vor allem des sichtbaren Rahmens)
  • regelmäßige Reinigung der Bildschirmoberfläche durchführen
  • gleiches gilt für CRT-Modelle, bei Büroanwendungen nur Bildschirme der Klasse 1 Entspiegelung verwenden

Vergleiche Normenreihe DIN EN ISO 9241-300 (vormals u.a. DIN EN ISO 9241-7 und DIN EN ISO 13406-2)

  • Nicht zu empfehlen:
    • aufgeraute Oberflächen verringern Zeichenschärfe und Kontrast
    • Polarisationsfilter vor dem Bildschirm führen zu Doppelbildern
    • feine Gitter (Micromesh-Filter) vermindern die Leuchtdichte

Spiegelungen und Blendungen werden durch richtige Aufstellung des Bildschirms und Beleuchtung am Arbeitsplatz (siehe Abschnitt "Beleuchtung, Licht") vermieden. Dabei sollten

  • die Blickrichtung parallel zur Fensterfläche und zur künstlichen Beleuchtung verlaufen,
  • Tageslicht und künstliche Beleuchtung seitlich auf die Arbeitsfläche fallen,
  • die Beleuchtungsstärken und Kontrastverhältnisse am Arbeitsplatz beachtet werden,
  • der Sehabstand entsprechend den obigen Empfehlungen eingehalten werden,
  • die Bildschirmpositionierung der Körperhaltung des Nutzers angepasst sein (siehe Abschnitt "Zwangshaltungen"),

Vergleiche BildscharbV, DIN 5035-7, DIN EN ISO 9241 Teile 300 bis 307.

Positionierung des Bildschirms

Bei häufiger Nutzung sollte der Bildschirm im Blickfeld stehen (direkter Blick auf den Monitor, ohne den Kopf drehen zu müssen). Wird der Bildschirm nur gelegentlich genutzt, kann er auch am Rande des Blickfeldes (Blickwinkel maximal 15° nach rechts oder links) platziert werden. Hier sind oftmals Ständer oder Bildschirmschwenkarme nützlich (vgl. DIN EN ISO 9241-5, BGI 650).

Vorlagenhalter

Vorlagenhalter sind ebenfalls hilfreich, um ermüdende Arbeitshaltungen zu vermeiden.

Kriterien:

  • ausreichend groß und stabil, entsprechend den verwendeten Vorlagen
  • in Höhe und Neigung verstellbar
  • freie Anordnung auf der Arbeitsfläche ermöglichen
  • reflexionsarm
  • Sehentfernung Vorlage-Auge entspricht Bildschirm-Auge
  • zusätzlich Papierklemmen und Zeilenlineal verwenden

Vergleiche BGI 650

Strahlung

LCD-Geräte emittieren aufgrund des technischen Funktionsprinzips keine ionisierende Strahlung.

Kriterien für strahlungsarme CRT-Bildschirme:

  • CRT-Geräte wählen, die strahlungsarm entsprechend schwedischer Grenzwerte nach MRP II sind, vergleiche BildscharbV, StrlSchV, RöV, EMVG, 26. BImSchV, DIN EN ISO 9241 Teile 6, 300-307, GUV-V B11, GUV-R B11, BGI 650

Vorteile von Flachbildschirmen

  • flimmerfrei mit (Aktivmatrix-) TFT-Technologie
  • platzsparend → empfohlener Sehabstand und Hand- und Unterarmauflage einhaltbar, flexibles Positionieren möglich
  • geringes Gewicht
  • stromsparend
  • geringe Wärmeentwicklung durch niedrigen Energieverbrauch
  • scharfes und kontrastreiches Bild
  • keine Verzerrungen in den Bildschirmecken
  • nur geringe Reflexionen (wenn es sich nicht um ein Multimedia- bzw. Hochglanzdisplay handelt) → weniger ermüdend

Nachteile von Flachbildschirmen

  • eingeschränkter Ablesewinkel für gute Bildqualität (bei günstigeren Geräten)
  • bei älteren Modellen: längere Reaktionszeit / Nachleuchtspuren (ghosting)
  • bauartbedingt nur eine optimale (native) Bildauflösung (bei häufigem Wechsel der Auflösungen nicht empfehlenswert)

Gestaltung des Bildschirmgehäuses

  • halb- bis seidenmatt und beige bis kieselgrau (geringe Kontraste im Blickfeld)
  • keine scharfen Ecken und Kanten, um Verletzungen auszuschließen
  • frei und leicht dreh- und neigbar, um optimales Sehen ohne Reflexe und Zwangshaltungen zu ermöglichen (ohne Kraftaufwand; Neigbarkeit von 5° vorne bis mindestens 20° nach hinten)
  • Schwenkarme oder Spezialfuß (bei Flachbildschirmen) für Höhenverstellung müssen standsicher, vibrationsfrei und sollten arretierbar sein
  • Bildschirme nicht zu hoch stehend, der Blick sollte leicht gesenkt sein (oberste Zeichenzeile unterhalb der Augenhöhe)

Pivot-Funktion

Drehbare Flach-Bildschirme (um 90°) ermöglichen die Darstellung einer DIN A4 Seite im Hochformat (Pivot-Funktion) und sind somit vorteilhaft für die Textverarbeitung.

Rechner-Hardware: mobile Endgeräte
(Notebooks, Netbooks, Convertibles, Tablets, Smartphones, etc.)

Touchdisplays

Viele moderne mobile Endgeräte sind mit Touchfunktionen ausgerüstet. Die Verwendung von Touchdisplays mit oder ohne Stift (Pen), Multitouch, etc. kann eine ergonomisch sinnvolle Ergänzungen stationärer oder mobiler Arbeitsplätze darstellen. Bei der Verwendung von Touchdisplays mit oder ohne Stift im Rahmen einer dauerhaften, wiederkehrenden und nicht untergeordneten Verwendung wird eine Trennung von Bildschirm und alternativem Eingabegerät (Touchdisplay) empfohlen.

Touchdisplays sind nur für ausgewählte Tätigkeiten zu empfehlen. Sie sind verschmutzungsanfällig oder bei der Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung nur eingeschränkt verwendbar.
Bei der Auswahl sind z. B. zu beachten:

  • der Arbeitsaufgabe angemessene Displaygröße und Interaktionsform wählen (filigraner Stift und Handschuhe)
  • verschmutzungsanfällig
  • im Außeneinsatz können Reflexblendung und mangelnde Helligkeit die Handhabung erschweren
  • Gefahr zusätzlicher Belastungen/Zwangshaltungen durch Gewicht und Bedienung vor allem handgehaltener Touchdisplays
  • Sperrung der Eingabe über Touchdisplay, um Fehlbedienungen oder versehentliche Eingabe zu vermeiden
  • ältere Systeme haben Probleme bei der Erkennung der Handschrift und mit der Sensibilität in den Bildschirmecken
  • für flexiblen Einsatz ist neben der Erkennung der Handschrift eine virtuelle Tastatur empfehlenswert
  • sensumotorische Rückmeldungen (z. B. leichte Vibrationen) kann 2-Kanal-Prinzip (visuell, akustisch) ergänzen.

Für die dauerhafte, wiederkehrende und nicht untergeordnete Benutzung an festen Arbeitsplätzen sind mobile Endgeräte ohne Zusatzausstattung nicht geeignet. Dies gilt auch für Telearbeit.

Vergleiche BildscharbV und Hinweis zu deren Auslegung

Erforderliche Zusatzaustattung

  • Notebookständer ohne integrierte Tastatur mit flexibler Höheneinstellung für eine optimale Körper- und Kopfhaltung; geeignet zur Nutzung ohne externen Monitor, wenn die LCD-Anzeige des Endgerätes ausreichend groß ist (siehe Abschnitt Monitor)
  • Docking Station als Ladestation oder zum Anschluss an ein Netzwerk, von Peripherie (wie Bildschirme, Drucker, Tastatur, Maus und so weiter)
  • getrennt aufstellbarer ausreichend großer Bildschirm bei kleinen LCD-Anzeigen, um unnötige Belastungen, wie der Augen oder Fehlhaltungen, zu vermeiden
  • getrennt und frei aufstellbare Tastatur und Maus - ausreichend Platz zur Aufstellung der Peripherie
  • für rückenschonenden Transport: Notebooktrolleys und –rucksäcke für schwere Notebooks (> 3 kg), Notebooktaschen nur für kurze Wege

Vergleiche BildscharbV, DIN EN ISO 9241-4, DIN 2137-12, BGI 650

Rechner-Hardware: Drucker, Kopierer, Scanner, Faxgeräte, Multifunktionsgeräte

Anforderungen

Alle Geräte sollten

  • günstigerweise nicht am Arbeitstisch stehen, sondern in einem separaten, gut durchgelüfteten Raum (Schutz vor Lärm, Papierstaub, Tonerpartikel und Ozon und Forderung der Bewegung am Arbeitsplatz)
  • von vorn zu bedienen sein (Ein-Aus-Schaltung, Papiereinzug und so weiter)
  • ein mattes bis seidenmattes helles Gehäuse besitzen (Reflexionsgrad: 20-50%)
  • auch für Recyclingpapier verwendbar sein (Prüfsiegel „Blauer Engel“)
  • lärmarm sein (< 30 dB(A) im Standby, maximal 63 dB(A)), zum Beispiel S/W-Laserdrucker, keine Matrixdrucker (gegebenenfalls nur mit Schallschutzhaube)
  • hinsichtlich Emissionen, Verbrauch, Geräuschentwicklung (im eingeschalteten Zustand und beim Ausdrucken), Energieverbrauch (Wärmeentwicklung beachten) und Tonerverbrauch schon bei der Beschaffung begutachtet werden
  • ein Prüfsiegel (Blauer Engel, BG PRÜFZERT, Eco-Kreis) besitzen (siehe "Prüfzeichen")
  • regelmäßig von Fachpersonal gewartet und ordnungsgemäß bedient werden

Weitere Kriterien:

  • geschulte Mitarbeiter mit Wechsel der Tonerkartuschen und Beseitigung kleiner Störungen betrauen
  • geschlossene Tonersysteme verwenden
  • Betriebsanweisung erstellen und Mitarbeiter unterweisen

Vergleiche BildscharbV Anhang Nr. 17, ArbStättV Anhang 3.7, 2002/96/EG, ElektroG, DIN EN ISO 7779, DIN EN 60950, DIN 33870-1, BGI 820, [8], [20]

Rechner-Eingabe: Tastatur

Unergonomische Arbeitshaltungen vermeiden

Zur Vermeidung ergonomisch ungünstiger Arbeitshaltungen oder Zwangshaltungen sollte die Tastatur

  • getrennt vom Bildschirm aufstellbar und frei anzuordnen sein,
  • neigbar sein,
  • eine Bauhöhe von höchstens 30 mm aufweisen (gemessen an der mittleren Tastereihe),
  • die Möglichkeit zur Handauflage mit einer Tiefe von 50 bis 100 mm bestehen,
  • um eine zusätzliche Handgelenkauflage (zum Beispiel Gel) ergänzt werden.

Technische Anforderungen an die Tastatur

Um ein fehlerfreies und ergonomisches Betätigen der Tastatur zu gewährleisten, sollte

  • die Tastatur rutschfest und standsicher sein
  • die Beschriftung der Tastatur der Anzeigenart entsprechen, das heißt Positivdarstellung ist zu empfehlen
  • die Beschriftung abriebfest sein
  • die Tastatur einen Reflexionsgrad von 20-50 % aufweisen (reflexionsarme Oberfläche)
  • der Tastenbetätigungsdruck bei 0,25-1,5 N liegen
  • die Form der Tasten konkav sein, um die Griffigkeit zu erhöhen
  • der Tastenhub zwischen 2 und 4 mm liegen und einen eindeutigen Druckpunkt aufweisen
  • der Durchmesser der Tasten bei 12-15 mm liegen
  • möglichst das Zehn-Finger-System genutzt werden
  • der Buchstabenbereich deutlich vom numerischen und dem Sonderfunktionsbereich getrennt sein
  • häufig benutze Tasten für Eingabe (return), Rückwärtslöschen und Hochstellen (shift) größer gestaltet sein
  • häufiger eine Betätigungspause eingelegt und Schreibgeschwindigkeit auch mal reduziert werden

Vergleiche DIN 2137 Teile 1 und 6, DIN EN ISO 9241-4, BGI 650

Rechner-Eingabe: Maus

Anatomische Anpassung

Die Maus sollte der Anatomie der Hand angepasst sein, das heißt

  • zum Handballen rund geformt, Mausoberseite in der Mitte gewölbt und der Größe der gewölbten Hand entsprechend
  • zu den Fingern hin breiter auslaufend, so dass Finger gespreizt werden können
  • vordere Maushälfte niedriger als hintere
  • bei älteren Modellen, Platzierung der Rollkugel im vorderen unteren Gehäusebereich für bessere Feinmotorik
  • Maustasten leicht zu erreichen und ohne Kraftaufwand zu bedienen
  • Handgelenk darf nicht bei der Bedienung verdreht werden müssen und nicht auf Tischkante drücken
  • Unterscheidung nach Rechts- und Linkshändern

Anordnung der Maus

  • neben der Tastatur möglichst körpernah zum Vermeiden von angespannten Haltungen und Belastungen im Arm-/ Schulter-Bereich
  • Unterarm am besten ganz auf Arbeitstisch aufliegend
  • Kabel zwischen Maus und Rechner ausreichend lang, um Bewegungen nicht einzuschränken
  • optimal: optische Funkmäuse → kein Kabel, prompte Reaktion, kaum Reinigung und je nach Untergrund kein Mousepad notwendig
  • Mousepad
    • guter Kontakt zwischen Maus und Unterlage ermöglichend
    • rutschfest, damit Kontrolle nicht verloren geht
    • nicht zu spröde, sonst erheblicher Kraftaufwand
    • nicht zu dick und nicht aus Oberflächenmaterialien, die sich kalt anfühlen

Anwendung der Maus

  • Geschwindigkeitsregelungen und Einstellungsmöglichkeiten der Treiber-Software nutzen → ausladende Bewegungen für Cursorbewegung über Bildschirm vermeiden
  • Doppelklick weitgehend vermeiden (Klicksparfunktion im Treiber)
  • Tastenkombinationen (Shortcuts) nutzen, zum Beispiel STRG+S für Speichern unter WORD
  • zwischen den Eingabegeräten Maus und Tastatur wechseln
  • Hände nur an der Maus, wenn nötig
  • kleine Pausen einlegen

Auch die Verwendung alternativer Eingabegeräte, wie vertikale Maus, Trackball, Joystick, Tablett und Stift, Touchpad oder Pionter, sollten den ergonomischen Anforderungen genügen.
Vergleiche DIN EN ISO 9241-9, BGI 650

Rechner-Eingabe: Spracheingabe

Alternativ zu Tastatur und Maus können Bedienung und Informationseingabe am Computer mittels Spracheingabe erfolgen. Spracheingabesysteme zählen als Software, benötigen aber ein Mikrofon zur akustischen Befehlsgabe. Mittels dieser Technologie können Zwangshaltungen im Zusammenhang mit Tastatur und Maus vermieden werden.

Spracheingabesoftware kann neben der alleinigen Verwendung auch parallel zu Maus und Tastatur benutzt werden. Die größtenteils eingesetzte benutzerabhängige Spracheingabe muss vom Benutzer trainiert werden bevor sie verwendet werden kann. Potenzielle Verständigungsschwierigkeiten zwischen Software und Benutzer in der ersten Zeit der Benutzung können eine zusätzliche Belastung darstellen.

Rechner-Hardware: Beschaffung und Entsorgung von Hardware

Beschaffung und Entsorgung

Zu beachtende Aspekte:

  • Auswahl nach angestrebtem Einsatzzweck, zum Beispiel:
    • Arbeiten mit Texten und kleinen Datenmengen: kleinere Rechner → weniger Energieverbrauch
    • Arbeiten mit Grafiken, Internet und großen Datenmengen: leistungsstarke Rechner und Anbindung

Vergleiche [9], [10], [11], [21], [22], [23]

  • einfaches und preiswertes Nachrüsten der Leistung durch den Anwender möglich → Erhöhung der Lebensdauer
    • Prüfsiegel und/oder Umweltzeichen (siehe Tabelle 8.6-5)
    • Rücknahme des Altgerätes durch Hersteller oder Spende an gemeinnützige Einrichtungen (zum Beispiel Schulen, Vereine) schon bei der Beschaffung berücksichtigen
    • Multifunktionsgeräte anstatt vieler Einzelgeräte

Prüfzeichen

Prüfzeichen erteilen Auskunft über bestimmte Qualitätskriterien wie Strahlungsarmut, Ergonomie, Umweltverträglichkeit und so weiter (siehe auch Tabelle 8.6-5 Teil 1 und Teil 2)

Geräte weisen elektrische Sicherheit auf, wenn sie folgende Prüfzeichen haben und die Prüffristen eingehalten werden: GS, VDE, BG PRÜFZERT oder ENEC.

Während das CE-Zeichen in den europäischen Richtlinien für alle Geräte vorgechrieben ist, gibt es zahlreiche freiwillige (private) Prüfzeichen

Vergleiche 93/68/EWG, 2004/108/EG, 2006/95/EG, BetrSichV, BGV A3, BGI 597-2, BGI 5001

Tabelle 8.6-5. Übersicht über die häufigsten privaten Prüfzeichen im Bereich Bildschirmarbeit, Stand 2008, [12]

Abbildung 8.6-4 Teil 1: Übersicht über die häufigsten privaten Prüfzeichen im Bereich Bildschirmarbeit

 

Abbildung 8.6-4 Teil 2: Übersicht über die häufigsten privaten Prüfzeichen im Bereich Bildschirmarbeit

Artikelaktionen
Weitere Informationen

Quelle

"Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung"
Broschüre der BAuA

Autoren:

  • P. Jeschke, M. Eng.
  • Dr. A. Windel

Ansprechpartner