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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
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Schritt 1: Vorbereiten

 

Wie fange ich an?

Vor Beginn der eigentlichen Gefährdungsbeurteilung sollten Sie folgendes klären: 

  1. Wer führt die Gefährdungsbeurteilung durch?
  2. Wie kann ich meine Betriebsorganisation erfassen?
  3. Wie kann die Arbeitsstätte in sinnvolle Betrachtungseinheiten unterteilt werden?

1. Wer führt die Gefährdungsbeurteilung durch?

Nähere Informationen dazu finden sie in unseren Rubriken Wer berät und unterstützt? und Wer muss beteiligt werden?

2. Erfassung der Betriebsorganisation

Als Basis für das weitere Vorgehen sollten Sie alle Abteilungen und Arbeitsbereiche in Ihrem Betrieb erfassen. 

Zur Veranschaulichung dient die von der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen bereitgestellte Mustervorlage Erfassen der Betriebsorganisation.

Berücksichtigen Sie bei der Erfassung auch besondere Personengruppen wie

  • Kinder und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr,
  • werdende und stillende Mütter,
  • Rehabilitanden, zum Beispiel stufenweise wieder einzugliedernde Erkrankte,
  • Leiharbeiter und Beschäftigte ohne ausreichende Deutschkenntnisse,
  • Praktikanten oder
  • Beschäftigte aus Fremdbetrieben, zum Beispiel für Reinigung, Wartung, Bau, Ausbildung.

3. Unterteilung in Betrachtungseinheiten

In Ihrem Unternehmen gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, zum Beispiel Werkstatt, Produktion, Büro, Blechbearbeitung, Schweißbereich, Lager, in denen konkrete Tätigkeiten an Arbeitsplätzen ausgeführt werden.

Um die Gefährdungsbeurteilung überschaubar zu halten, sollten Sie zunächst die zu beurteilende Arbeitsstätte in einzelne, voneinander unterscheidbare Betrachtungseinheiten mit gleichartigen Arbeitsbedingungen und Gefährdungen, unterteilen. Halten Sie fest, welche Tätigkeiten an diesen Arbeitsplätzen ausgeübt werden und wer dort die Verantwortung für den Arbeitsschutz trägt. Diese Unterteilung ist Ihre Grundlage für die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung bezüglich der Schritte 2 bis 7. Als Hilfsmittel zur Festlegung der Betrachtungseinheiten können Sie zum Beispiel die in Ihrem Betrieb vorliegenden Organigramme, Personaleinsatzpläne oder Stellenbeschreibungen nutzen.

Zur Veranschaulichung dient die von der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen bereitgestellte Mustervorlage Erfassen der Arbeitsbereiche/der Verantwortlichen/der Tätigkeiten.

Beachten Sie dabei:

  • je mehr Gefahren bestehen, um so kleiner sollten die Arbeitsbereiche gewählt werden;
  • durch eine sinnvolle Unterteilung der Arbeitsbereiche sowie durch systematisches Erfassen gleicher oder unterschiedlicher Tätigkeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen kann der Umfang der Beurteilungen auf das erforderliche Maß begrenzt und Doppelarbeit vermieden werden.

Wie Sie die Unterteilung in Arbeitsbereiche präzisieren können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

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